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Ist es nicht doch so, dass wir uns alle gegenseitig etwas vormachen?

Wenn ich morgens meine Facebook-App öffne, um zu schauen, ob in dieser Welt voller Hass und Gewalt etwas Neues passiert ist, sehe ich anstatt dessen lauter Bilder von hässlichen Fratzen, die ich nicht einmal kenne, weil irgendwer aus meiner Freundesliste darauf markiert wurde. Ihr kennt diese Leute sicher auch. Sie laden ständig irgendwelche Bilder von sich selbst hoch und wissen wahrscheinlich selbst nicht einmal genau, wieso sie das tun. Sie bekommen Kommentare wie "so schön" oder "wunderschön" und ich frage mich einfach nur, wer diese Ausgeburten der Hölle schön finden kann. Besonders ironisch ist dabei, dass bei vielen weiblichen Wesen nicht einmal ein Gesicht auf dem Bild zu erkennen ist. Wirklich schön.
In den letzten Wochen stand ich mehrmals vor der Überlegung, diese App einfach zu löschen, weil es schlicht und ergreifend immer das Gleiche ist, was ich mir dort angucken kann. Mein Vorhaben scheiterte leider immer daran, dass ich Angst hatte, etwas verpassen zu können, wenn ich die App und meinen Account lösche. Jetzt bin ich also wieder an dem Punkt angekommen, an dem ich mich jeden Morgen aufrege, dass es Facebook mich nicht mehr informiert, als ein Blick aus meinem Fenster. Dort sehe ich übrigens ungefähr nichts außer ein paar Häusern und Bäumen. Trotzdem halte ich mich aus irgendeinem Grund daran fest. Das ist komisch. Als würden mich komische Fratzen und hässliche Gesichter in irgendeiner Weise weiterbringen. Am meisten deprimiert es mich, wenn ich nach zwei oder drei Monaten mal wieder mein Profilbild ändere und ich dann das Gefühl habe, dass es gar keinen interessiert. Vielleicht bin ich auch einfach zu hässlich und die Kontakte aus meiner Freundesliste sind zu ehrlich. Oder ich bin wirklich ein armes Schwein, für das sich niemand interessiert. Eigentlich ist mir das auch nicht wichtig, aber ich würde zu gern dieses "wunderschön"-Phänomen verstehen, denn diese Menschen sind einfach nicht wunderschön...
Wenn wir schon einmal über andere Menschen reden: Fast jeder hat mindestens eine Person in seinem ausgedehnten Bekanntenkreis, von der er einfach nicht weiß, wo sie herkam und warum man sie kennt. Aber komischerweise trifft man diese Person dann auf jeder Feier, die man besucht. Genau diese Person ist es dann auch, die immer wieder ein Gespräch mit einem anfängt, obwohl man keine Ahnung hat, wer das überhaupt ist. Leider habe ich mehrere von diesen Personen in meinem Umfeld. Prinzipiell sind das auch alles nette Leute, aber ich frage mich immer wieder, was das soll. Ich kenne diese Leute nur vom "Hallo" und "Tschüss" sagen, weil man das aus Höflichkeit eben so macht. Sie verhalten sich aber, als ob sie seit Menschengedenken meine besten Freunde gewesen wären. Das ist mir echt eine Nummer zu hoch. Ich habe an fremden Menschen nämlich kein großes Interesse, weil die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich Freundschaft zu schließen, einfach viel zu niedrig ist. Die meisten Leute suchen einfach nur nach einem Gesprächspartner, weil ihnen langweilig ist... oder weil sie zu viel getrunken haben. Über diese Leute sollten wir aber jetzt nicht weiter nachdenken, denn sie machen mich wirklich aggressiv. Ich habe das Gefühl, sie magisch anzuziehen, weil ich auf Feiern meistens nüchtern bleibe. Und ehrlich: Werdet mal so schnell wie möglich eine besoffene Person los, die euch davon erzählen will, wie sehr sie grad gekotzt hat. Dann werdet ihr sehen, was ich meine. Es ist die Hölle auf Erden. Ich hasse es.
Warum können wir uns nicht einfach verhalten, wie es geistig normal entwickelte Menschen tun? Warum können dumme Menschen nicht einfach aufhören, hässliche Bilder von sich selbst bei Facebook hochzuladen? Und warum markieren sie immer halb Dresden auf ihren Bildern? Wollen die anderen das wirklich sehen oder tun sie nur so? Und eine letzte Frage, die mir auf der Seele brennt: Warum muss immer die Hälfte aller Partygäste kotzend in der Ecke landen? Bin ich hier der einzige Mensch, der so eine Party als absoluten Reinfall sieht?

Leben wir in einem aufgeklärten Zeitalter?

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“ – So schrieb es der Philosoph Immanuel Kant vor mehreren Jahrhunderten nieder. Doch was bedeutet das eigentlich? Leben wir heute in einem aufgeklärten Zeitalter?
Darauf gibt es keine direkte Antwort. Wir leben in einem Zeitalter der Information; in einem Zeitalter des Fortschritts, aber ob es wirklich ein aufgeklärtes Zeitalter ist, in dem wir gerade leben, muss man ordentlich abwiegen.
Wir Menschen haben einen enormen Drang nach Neuentdeckungen – nach der absoluten Aufklärung. In unserer Welt gibt es etliche Forschungszentren, wo ständig neue Dinge entdeckt und erfunden werden, die unseren Lebenskomfort enorm erhöhen.
Des Weiteren wird uns Menschen ein unendlicher Drang nach Wissen in die Wiege gelegt. Wir haben eine Vielzahl an Möglichkeiten, um uns dieses Wissen von klein auf anzueignen. Es gibt heute unglaublich viele Bibliotheken und Enzyklopädien, in denen es das nahezu „unendliche“ Wissen gibt. Heute haben wir außerdem Wege, wie das Internet, um uns zu jeder beliebigen Zeit und zu jedem beliebigen Thema Argumente, Meinungen und Fakten einholen zu können. Außerdem gibt uns das Internet die Möglichkeit, immer auf dem neuesten Stand zu sein – egal, worum es geht.
Eine weitere Sache, die dafür spricht, dass wir in einem aufgeklärten Zeitalter leben, ist unsere Bildung, die allerdings nicht überall auf der Erde ermöglicht wird. In den zivilisierten Ländern haben wir allerdings die Möglichkeit und teilweise sogar die Pflicht, zur Schule zu gehen und uns dementsprechend zu bilden. Wir erlangen kostenlos eine weitreichende Allgemeinbildung und damit ein Stück Aufklärung, nämlich Wissen. Die Bildung selbst ist ein Faktor der Aufklärung.
Obwohl wir nach Bildung und Aufklärung streben, beginnt die Einschränkung unseres Geistes schon im Kindesalter. Uns wird von unseren Eltern, später von den Kindergärtnern und Lehrern, eine Sicht der Moral – von Richtig und Falsch – übermittelt, die wir akzeptieren, ohne sie zu hinterfragen. Wenn nun Mama sagt: „Du darfst nicht so laut rufen, dass du diese Frau da nicht schön findest“, dann akzeptiert das Kind dieses und merkt es sich, ohne zu hinterfragen, warum das falsch war und warum es das zukünftig nicht mehr tun sollte. Das Kind wird es einfach in der Zukunft berücksichtigen.
Wie viele Menschen beten jeden Abend den „lieben Gott“ an, obwohl es keine Beweise für seine Existenz gibt? So viele Menschen sind auch heute noch religiös, obwohl eine Existenz eines jeden Gottes nicht nachgewiesen werden kann. Trotzdem glauben diese Menschen daran, dass deren Gott die Welt erschaffen hat, obwohl eine Evolution wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Wir Menschen glauben an Vieles, ohne zu wissen, ob es wahr ist. Wir suchen gar nicht erst nach einer Lösung der Probleme oder nach einer Erkenntnis. Wir glauben das, was wir gehört haben, weil uns die Unwissenheit gefällt. Wir wollen es nicht hinterfragen, weil das, was wir wissen, schöner klingt, als die Wahrheit. Wir Menschen neigen zu schnell dazu, Dinge einfach zu glauben, anstatt darüber nachzudenken.
Ein weiteres Beispiel dafür, dass wir in keinem aufgeklärten Zeitalter leben, ist das Vermeiden gewisser Themen, wie beispielsweise dem Tod. Wir fürchten den Tod unserer Geliebten, genauso, wie wir unseren eigenen Tod fürchten, obgleich wir wissen, dass der Tod etwas vollkommen Natürliches und gleichzeitig ein unvermeidbarer und unumgänglicher Teil unseres Lebens ist.
Als meine Großmutter vor wenigen Tagen ihr Leben hinter sich ließ, war ich unglaublich traurig, weil ich wusste, dass ich sie nie wieder sehen würde. Wenige Tage darauf war die Verabschiedung von ihr, wo sogar ihre Schwester aus dem Saarland kam, um sich von ihr zu verabschieden. Als ich dann dort in diesem Raum saß und die Leiche meiner Großmutter anstarrte, während mir eine Träne nach der anderen über das Gesicht lief, verstand ich, warum wir Menschen den Tod so fürchten. Wir fürchten die Endgültigkeit und dieses Unbekannte nach dem Tod.
Genauso wie den Tod, meiden wir andere vollkommen normale Themen, wie beispielsweise den Stuhlgang, obwohl auch dieser ein sehr wichtiger und natürlicher Teil unseres Lebens sein sollte.
So komme ich zu dem Entschluss, dass wir heutzutage zwar enorme Möglichkeiten in der Entwicklung, dem Fortschritt und der Bildung haben – die uns zum Licht Aufklärung verhelfen – aber auch, dass wir trotz dieser Möglichkeiten stellenweise zu faul sind, um uns an unserem eigenen Verstand zu bedienen und selbst Dinge zu hinterfragen. So halten wir am Dunkel der Unwissenheit fest. Das heißt, dass wir noch lange nicht in einer aufgeklärten Welt leben. In dieser leben wir erst, wenn auch der letzte Mensch dieser Erde sich freiwillig an seinem eigenen Geist und seinem Denkvermögen bedient und nicht alles glaubt, was er hört, sieht oder liest.

Wir leben in einer informierten Welt des Fortschritts und der Aufklärung, aber wir sind nicht vollkommen aufgeklärt.

Freundschaft und Egoismus im Zwiespalt

Die Freundschaft ist ein Thema, welches auch schon vor unserer Zeitrechnung Menschen beschäftigt hat.
„Einen sicheren Freund erkennt man in unsicherer Sache.“
                                      – Marcus Tullius Cicero (107-43 v. Chr.)
Aber nicht nur der römische Politiker Cicero hatte ein kritisches Auge auf die wahre Freundschaft. Der im letzten Jahr verstorbene deutsche Schriftsteller Siegfried Lenz thematisiert den Zwiespalt zwischen Freundschaft und Selbstsucht beispielsweise in seinem Roman Deutschstunde aus dem Jahr 1968. Das folgende Zitat einer britisch-amerikanischen Schauspielerin bringt die Problematik der Freundschaft, wie sie in Lenz‘ Roman auftaucht, eindeutig zur Schau:
            „Echte Freunde zeigen sich, wenn du in einen Skandal verwickelt bist.“
                                                                       – Elizabeth Taylor (1932-2011)
Die Freundschaft ist – besonders in unserer heutigen Gesellschaft – etwas, was uns eher Probleme bringt, anstatt uns Freunde zu machen. Wenn ich an meinen bisherigen Werdegang zurückdenke, fallen mir spontan einige bittere Enttäuschungen ein, die im nahen Zusammenhang mit erloschenen Freundschaften stehen.
Abgesehen von den vielen Reinfällen, die die Freundschaft im Leben mit sich mitbringen kann und wird, hat sie auch eine wunderbare Seite. Manchmal ist die Freundschaft ungefähr so schön, wie eine dreckige Pfütze auf dem Boden an einem verregneten Tag, aber manchmal strahlt sie auch wie eine wunderschöne Rose im Frühling.
Ob nun die schöne oder die traurige Seite der Freundschaft im Leben mehr lastet, werde ich nun einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen.
Das große Problem an der Freundschaft ist, dass viele Menschen sehr selbstsüchtig sind und irgendwann im Verlauf der Freundschaft ihr eigenes Wohlergehen vor das des Freundes setzen. Meist ist eine solche Handlung das symbolische Todesurteil der oftmals auch langjährigen Freundschaft.
So heißt es immer, dass man sich niemals blind auf eine andere Person verlassen sollte, weil man es früher oder später bereuen wird. Eine wahre Freundschaft erkennt man daran, dass sie harte Zeiten übersteht. Leider gibt es auf dieser Welt sehr viele Verräter, die sich in genauso einer harten Zeit nicht auf die Seite ihres Freundes stellen, weil Werte wie Ehre und Loyalität am Aussterben sind. Mein bester Freund musste eine solche Erfahrung vor gar nicht allzu langer Zeit machen. Wir haben beide einen sehr großen Bekanntenkreis, aus dem sich sehr viele unsere Freunde nennen wollen. Als mein bester Freund sich dann in ein Mädchen aus unserem Bekanntenkreis verliebte und von ihr aber nur bitter ausgenutzt wurde, hatte plötzlich keiner mehr Verständnis für ihn. Alle standen hinter seiner Geliebten und er stand fast allein da. Ich war auf seiner Seite, weil ich sein Leid miterlebt hatte, aber alle anderen glaubten ihm nicht und mochten ihn nicht mehr wirklich. Er weiß seit dem, dass man vorsichtig sein sollte, wenn man einer Person sein Vertrauen schenken will. Für mich war dies der beste Beweis dafür, dass Werte wie Ehrlichkeit, Ehre und vor allem Loyalität in unserer heutigen Gesellschaft ihre große Rolle verloren haben.
Zusätzlich leben wir in einer oberflächlichen Welt des Konsumwahns. Wir nehmen durch unsere Umwelt unglaublich viele Reize auf, die uns zeigen, wie wir sein sollen. Ein Mensch in meinem Alter, der nicht wohlhabend ist, hat oftmals weitaus weniger Chancen auf neue Bekanntschaften, weil ein guter Charakter in der heutigen Zeit der sozialen Medien weniger Wert hat, als ein hübsches Gesicht, voluminöse Haare, Markenklamotten und ein teures Handy. Ich bin ein Mensch, der es gewohnt ist, eher primitiv zu leben, weshalb ich beispielsweise kaum Markenkleidung habe und zudem noch meist ungeschminkt aus dem Haus gehe. In den falschen Kreisen ist es mir schon oft passiert, dass ich aufgrund meines sehr primitiven Aussehens nicht akzeptiert wurde. Es ist logisch, dass solche Menschen keine echten Freunde sind und dass sie ihr eigenes Wohlergehen vor das Wohlergehen ihrer Freunde stellen würden, weil deren Interessen nur bei vielen Bekanntschaften liegen. Sie wollen viele „Gefällt mir“-Angaben bei Facebook, Instagram und Co. haben; soziale Netzwerke bringen dieses Phänomen unumgänglich mit sich.
Ein weiterer Punkt ist, dass viele Menschen wirklich viel zu selbstsüchtig sind und dadurch die Werte einer Freundschaft gar nicht erkennen können. Sie wollen, dass man ihnen immer zuhört und dass nur sie selbst im Mittelpunkt stehen. Sie denken einfach immer an sich und das bei jeder Gelegenheit. Es gibt auch Menschen, deren Egoismus nicht sofort deutlich wird, sondern erst, wenn sie sich entscheiden müssen, ob das eigene Wohlergehen oder das des Freundes wichtiger ist. Es gibt wenige Menschen, die sich für das Wohlergehen des Freundes entscheiden.
Obwohl ich selbst erst der Meinung bin, dass die Anzahl der falschen Freunde und der Verräter in unserer Gesellschaft weitaus mehr wiegt, als die Anzahl der guten Freunde, denke ich, dass die positiven Seiten der Freundschaft im Leben trotzdem überwiegen.
Viele Menschen werden nie Freunde finden, die ihnen gegenüber selbstlos handeln würden, weil sie selbst nicht in der Lage wären, dies für einen Freund zu tun. Wer lernt, im Leben nicht nur nehmen, sondern auch geben zu können und sich nebenbei noch von Vorurteilen befreien kann, wird andere Menschen treffen, die genauso leben und mit diesen vielleicht die eine oder andere wundervolle Freundschaft schließen. Was ich damit sagen will, ist, dass wer selbst kein guter Freund sein will und nur Ansprüche stellt, keine guten Freunde finden wird.
Viele Menschen sind auch aus einem anderen Grund daran schuld, dass sie keine guten Freunde in ihrem Leben haben. So viele Menschen können geben und tun dies auch liebend gern, aber sie vergessen dabei, ihren kritischen Blick gegenüber anderen zu behalten. Viele Menschen lassen sich leider sehr leicht und schnell ausnutzen, weil sie glauben, so mehr gemocht oder akzeptiert zu werden. Diesen Fehler habe ich selbst einmal gemacht. Ich wollte für alle da sein, um vielleicht irgendwann auch jemanden zu haben, der mir seine Hilfe anbietet. Ich wurde ausgenutzt und danach noch ausgelacht. Seit dem trete ich anderen Menschen sehr kritisch gegenüber und schenke nur den Menschen mein Vertrauen, die es verdient haben. Ein Mensch, der das perfekte Verhältnis zwischen Misstrauen und Vertrauen gegenüber beherrscht, wird ein guter Freund sein und auch gute Freunde finden.
Der schwerwiegendste Grund, weshalb ich die positiven Seiten der Freundschaft mehr wahrnehme, als die negativen, ist der, dass ich ein paar wenige, aber dafür unglaublich tolle Freunde in meinem Leben habe. Es sind Menschen, die schon lange ein Teil meines Lebens sind und die ich für nichts eintauschen würde. Ich weiß, dass ich mich auf jeden dieser Freunde blind verlassen könnte, weil sie es bei mir auch können. Wir haben eine gegenseitige Basis des Vertrauens aufgebaut, die nicht so einfach einstürzen wird. Ich bin mit jeder einzelnen dieser Personen durch schwere Zeiten gegangen und sie sind immer noch an meiner Seite. Das ist es, was Freunde ausmacht: Sie lieben einen Menschen so, wie er ist und man sucht sie nicht; man findet sie.
Es kann Jahre dauern, bis man Freunde gefunden hat, die zum eigenen Charakter passen, denn nicht jeder Charakter passt zu jedem. Auf jeden Fall ist aber sicher, dass ein wahrer Freund, wenn man ihn denn einmal gefunden hat, möglicherweise ein ganzes Leben lang an der eigenen Seite bleibt.
Auch wenn es so scheint, als ob der Egoismus in Freundschaften meist überwiegt, denke ich, dass ein echter Freund zumindest immer versuchen wird, nicht sich selbst zuerst in den Vordergrund zu stellen und obwohl viele Werte mittlerweile an Bedeutung verlieren, gibt es immer noch Menschen, die loyal gegenüber ihren Freunden sind und sich für sie einsetzen. Man muss sie nur finden.

Was ich selbst allerdings als ein großes Problem sehe, welches im engen Zusammenhang mit dem Egoismus steht, ist die Oberflächlichkeit, die in den letzten Jahren immer mehr zunimmt. Freunde erkennt man nicht am Aussehen, denn es sind die inneren Werte, die wichtig sind und nicht die äußeren. Wenn sich dies nicht ändert, verliert die Freundschaft irgendwann wirklich an Wert, weil alle Menschen nur noch auf Materielles fixiert sein werden.

Talking 'bout society...

Ihr kennt dieses Thema bereits, also brauche ich nicht lange darüber zu reden. Mir ist letztens ein sehr interessantes Interview zu Augen und Ohren gekommen, was es wert ist, gesehen zu werden. Ich denke, dass der Name Tupac Shakur einigen von euch etwas sagen dürfte. Thug Life. Der musste. Ich selbst bin kein großer Fan von Oldschool-Rap, aber das, was 2Pac in den Interviews, die ich gesehen, von sich gab, waren Dinge, die mich wirklich überrascht haben. Er gibt sich unglaublich sympathisch; man könnte glatt das Gefühl haben, dass er ein normaler Mensch ist. Ich hoffe, dass ihr alle Englisch könnt, denn ich werde es jetzt sicher nicht übersetzen. Check it out:

Gesellschaftskritische Songs?

Da sicher viele meiner Leser sehr an Musik interessiert sind, habe ich mir überlegt, euch eine Auswahl an gesellschaftskritischen Songs vorzustellen. Es sind alles Songs, die ich persönlich mag und gern höre, weshalb sie bevorzugt aus den Genres des Rap und des Metals kommen werden. Einige davon dürftet ihr auch bereits aus der Blog-Playlist kennen. Die Reihenfolge spielt keine Rolle und ich verlinke jeden Song jeweils bei der Nennung von Titel und Interpret. Das Ganze wird hin und wieder mal etwas erweitert. Let's go:
Ich denke, dass wir nicht groß über den Text reden müssen, da ich mir sicher bin, dass jeder dieses Lied und seinen Text kennt. Vor ein paar Monaten veröffentlichte die UNICEF eine sehr berührende Version des Liedes, die es zu kennen lohnt.


#2 Bushido - Flug LH3516
Der Song thematisiert, wie der Titel schon sagt, einen Flug; einen Flug ins Kriegsgebiet.
Es ist einer dieser Songs, die perfekt zeigen, dass das, was viele über Bushido sagen und denken, einfach so nicht hinhaut. Dieser Song ist einer der emotionalsten, die ich je gehört habe. Ich kenne das Lied schon wirklich lange und bekomme auch heute noch Gänsehaut, wenn ich es höre. Bushido hat diesen Song meiner Meinung nach wirklich genial gemacht.

#3 Civil War - Guns 'n Roses
Um ehrlich zu sein, kenne ich das Lied nur, weil ich gerade nach gesellschaftskritischen Songs gesucht habe. Der Titel spricht für sich. Wer Axl's Stimme mag, dürfte dieses Lied schnell zu lieben lernen.

#4 Land der Vollidioten - Frei.Wild
Nicht weinen, der Secret Storyteller steht auf Frei.Wild. Ich zähle das Lied zu den gesellschaftskritischen Songs, weil sie meine Meinung bezüglich unseres Landes sehr gut auf den Punkt bringen. Wer Frei.Wild nicht mag, hört es sich einfach nicht an, aber wer sich den Text mal durchliest, wird schnell merken, dass da schon ein wenig Wahrheit drin ist.
Übrigens ist Frei.Wild meiner Meinung nach keine Naziband, oder wie ihr so etwas nennt.

#5 Changes - Tupac
Der King of Oldschool darf natürlich nicht fehlen. Er thematisiert hier die Oberflächlichkeit der Menschen, welche sich von absolut nichtssagenden Werten ausmacht. Ich denke, dass das Lied bei euch auch relativ bekannt sein dürfte.

#6 Eva - Nightwish
Nicht unbedingt gesellschaftskritisch, aber trotzdem gegen die Oberflächlichkeit unserer Gesellschaft. Der Song thematisiert Mobbing und das auf eine sehr emotionale Art. Ich mag den Song sehr.

#7 They Don't Care About Us - Michael Jackson
Wie man diesen durchaus bekannten Song interpretiert, ist wohl jedem selbst überlassen. Besonders gut gelungen finde ich die Strophe, in der Jacko darüber singt, dass man seine Rechte und Freiheiten verliert.






Sexuelle Handlungen in der Grundschule?

Nachdem ich mich am letzten Sonntag nicht dazu aufringen konnte, einen Post zu schreiben, der die Gesellschaft interessieren könnte, habe ich heute DIE Story für euch:
Man schreibt den 21. April 2015 und wir befinden uns in einer idyllischen Stadt nahe an der deutsch-tschechischen Grenze, nämlich in Dresden. Das Wetter ist wunderbar. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Besonders die Kinder freuen sich, denn im Hort heißt das draußen chillen. So auch an einer Schule, deren Namen ich nicht nennen werde, weil das Ärger geben könnte. Ist auch egal, bin ja schließlich kein Journalist; ich versuche nur, so zu klingen, wahrscheinlich ohne Erfolg. Also lassen wir das.
Die Kids chillen also draußen. Das ist nichts Außergewöhnliches. Das, was ich euch jetzt erzählen werde, ist allerdings mehr als außergewöhnlich. Es geht um die Klasse, in die meine kleine Schwester geht, weshalb ich es natürlich umso schlimmer finde.
Ich kenne es noch von früher, dass es in jeder "Clique" quasi einen "Boss" oder "Anführer" gibt; jemanden, der sagt, was gespielt wird, wer mitspielt und wer wen spielt. Meine Schwester nimmt leider nicht diese Rolle ein, sondern ist wohl eher das Opfer dieser Person. Sie ist eingeschüchtert, weil sie seit langer Zeit von dieser Person und ihrer Crew fertiggemacht wird. Zum Glück passiert das nur auf psychischer Basis mit den typischen Sticheleien, die es eben unter Zweitklässlern so gibt. Zu Weihnachten hat sie sich gewünscht, die Schule wechseln zu dürfen... Hat man da noch Fragen?
Problem war jedenfalls die folgende Situation: Die Kleinen haben Hochzeit gespielt. Auch daran ist natürlich nichts Verwerfliches. Dass die bosshafte Person dien anderen teilweise dazu zwingt, sich zu küssen, kann man auch gerade so noch durchgehen lassen. Ich finde es natürlich nicht okay, aber lassen wir das mal außen vor. Gestern kam dann der absolute Hammer. Zwei von den Kids sollten mal wieder heiraten, aber das ist ja noch nicht alles. Sie sollten heiraten und dann "Sex machen". Das hat die Anführerin nämlich gesagt. Es ist, obwohl die Anführerin sogar eindeutig erklärt hat, wie das geht, nicht dazu gekommen. Anstatt dessen mussten alle Mädchen, die mit dabei waren (ungefähr sechs oder sieben), den Penis des einzigen mit anwesenden Jungen anfassen. Ich weiß das nur von meinen Eltern und diese Erzählung hat mich umgehauen.
Prinzipiell mag das nichts Schlimmes sein. In diesem Alter entdeckt halt gerade seinen Körper und der Körper des anderen Geschlechts ist natürlich interessant. Ich würde es sogar als normal bezeichnen. Was ich so absolut verwerflich finde, ist, dass das keine Erzieherin mitbekommen hat, die Kinder draußen waren und dass das insofern von Leuten außerhalb des Geländers hätte beobachtet werden können. Zusätzlich finde ich es fürchterlich, dass eine einzige Person die ganzen anderen Kinder so in der Hand haben kann und sie zu solchen Dingen zwingen kann. Ich glaube wohl kaum, dass ein Achtjähriger einfach so mal paar Weiber an sein bestes Stück lässt. Am Schlimmsten finde ich aber, dass genau solche Erzieher es sind, die in letzter Zeit regelmäßig streiken waren, um mehr Geld zu bekommen. Da frage ich mich doch, für was die mehr Geld wollen.

Europäische Union?

Nachdem ich mich in letzter Zeit ja sehr viel mit den Medien beschäftigt habe, bekommt ihr heute mal wieder etwas aus eurem liebsten Thema: Der Politik.
Was haltet ihr eigentlich von der Europäischen Union?
Ich gehe davon aus, dass der Großteil meiner Leser hier quasi in der EU groß geworden ist und, wenn überhaupt, von dem, was vorher war, nicht viel mitbekommen hat.
Erstmal gibt es - wie immer - ein paar Fakten für euch:
Die Europäische Union existiert in dieser Form seit 1992 und hat zum heutigen Zeitpunkt 28 Mitglieder. Einige von euch wissen aber sicher, dass die EU ihren Ursprung bzw. die Grundidee in der 1951 gegründeten EGKS fand, welche auch über die Gründung der EU hinweg noch existierte. Ursprünglich war der Sinn der EU eine gemeinsame Wirtschaft, zusätzlich der Wunsch nach Frieden und Stabilität.
Allgemeine Vorteile, die sich dadurch ergeben, sind das unbeschwerte Reisen durch Europa, ohne dabei ständig am Zoll kontrolliert werden zu müssen. Außerdem kann man überall mit dem Euro bezahlen und generell ist die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten natürlich viel besser. Man unterstützt sich gegenseitig und sichert so eine wirtschaftlich stabile Existenz aller Mitgliedsstaaten.
Und mit diesem Grundwissen können wir jetzt in altbekannter Weise über Vor- und Nachteile dieser Sache diskutieren. Ich bin der Meinung, dass die oben genannten Vorteile für Deutschland nicht überwiegen und es für uns vielleicht sogar gut wäre, aus der EU auszutreten.
Klar, das oben genannte klingt für einen Zehnjährigen super und sicher für einige andere auch, weil sie das nicht zu Ende denken. Lasst uns nur über Deutschland reden. Sicher kann man im Grenzgebiet zum Tanken und Zigaretten holen mal eben nach Tschechien oder Polen fahren und dabei mal locker dreißig Euro pro Stange sparen, aber das ist ja nun wirklich nicht alles, was auf diesem Weg nach Deutschland kommt. Illegaler Drogenhandel ist besonders in den östlichen Grenzgebieten schon lange ein großes Thema. Logischerweise reden wir nicht von einem kleinen bisschen Marihuana, sondern von harten Drogen, die früher oder später fast jeden Konsumenten zerstören.
Was ich auch erst seit gerade eben weiß, ist, dass mit der gelockerten Grenzkontrolle innerhalb der EU natürlich auch viele Leute, natürlich eher aus den östlichen Ländern, nach Deutschland kommen. Nein, das wusste ich natürlich. Was ich nicht wusste, ist, dass dafür die Kontrollen zu Nicht-EU-Ländern verstärkt werden. Afrikanische Einwanderer dürfen beispielsweise mittlerweile nur noch einen Asylantrag an ein Land der EU stellen, anstatt an mehrere. Nun wundert es mich, warum wir dann hier so viele Migranten aus dem südlichen Asien haben, aber gut, lassen wir das. Die illegale Einwanderung steigt hier trotz allem sehr an und auch Schwarzarbeit tritt in Deutschland nicht selten auf.
Da Deutschland eines der "reichen" Länder in der EU ist, müssen wir natürlich auch mit besonders großen Anteilen von finanziellen Mitteln den weniger wohlhabenden Staaten unter die Arme greifen. Für uns ist es im Prinzip eine Art Ausbeutung.
Ein weiteres Problem, das sich wirtschaftlich gesehen ergibt, ist die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich. Auch, wenn ich so etwas eigentlich nicht mache, hau ich euch heute direkt ein Zitat rein, denn das beschreibt mein Argument mehr als gut: "Ärmere Länder, die der EU beitreten, erhoffen sich zwar mehr Wohlstand, sie fürchten jedoch auch einen Preisanstieg, hohe Steuern und Nachteile für ihre eigene Landwirtschaft. Durch den Prozess der fortschreitenden Globalisierung gewinnen große Konzerne an Einfluss, während kleine Unternehmen, Einzelhändler und Landwirte unter immer größerem Konkurrenzdruck stehen. Zahlreiche Kleinbauern haben Angst um ihre Existenz.
Viele Menschen wandern aus ärmeren EU-Staaten in wohlhabendere aus, um dort Arbeit zu finden oder mehr Geld zu verdienen. Für viele Tätigkeiten werden sie lieber eingestellt als eigene Staatsbürger, weil sie bereit sind, für deutlich weniger Gehalt zu arbeiten. Oftmals verdienen sie damit nämlich immer noch mehr Geld als in ihrem Land - oder sie sind froh, überhaupt Arbeit zu haben. Mit dieser Entwicklung wiederum verstärkt sich das Gefälle zwischen den ärmeren und reichen Staaten der Europäischen Union. Es verhindert eine Angleichung der EU-Länder auf ein einheitliches Niveau.In bestimmten Wirtschaftszweigen dagegen lassen viele Firmen aus den alten EU-Ländern ihre Produkte künftig in ärmeren Mitgliedsstaaten produzieren. Der Grund dafür ist, dass die Herstellung dort preisgünstiger ist. Da der Lebensstandard in diesen Ländern - das betrifft vor allem neue Mitgliedsstaaten Osteuropas - niedriger ist, arbeiten die Angestellten für weniger Geld. Die Waren werden dann zollfrei ins eigene Land zurückbefördert und dort verkauft. Damit werden hohe Gewinne eingefahren. Manche Firmen im eigenen Land gehen allerdings Pleite. Menschen in den ärmeren Ländern erhalten auf diese Weise zwar Arbeitsplätze - solche Jobs gegen verhältnismäßig wenig Geld verhelfen dem Land aber nicht zu einer aufstrebenden Wirtschaft und mehr Wohlstand. Das Arm-Reich-Gefälle vergrößert sich." (ganzer Artikel ist nachzulesen auf http://www.helles-koepfchen.de
Das waren nun nur ein paar Argumente, die euch nahe bringen sollten, das nicht alles, was man in der Schule gelernt bekommt, immer auch genau so ist. Nein, Spaß. Ihr wisst, was ich meine.

Die "neuen" Medien - Fluch oder Segen?

Endlich ist die Schule aus, jetzt ist Entspannen angesagt - wenn da nicht die vielen Hausaufgaben und die Klassenarbeit morgen wären...
Also setzt man sich hin und fängt mit dem ganzen Kram an.
Fünf Kapitel aus dem Buch für Deutsch lesen. Die Lektüre ist langweilig... keine Lust. Man fragt also Google. Plötzlich sitzt man vor Facebook, Instagram und schreibt nebenbei noch per WhatsApp... dabei wollte man doch eigentlich lernen. Welcher Schüler kennt dieses Szenario nicht?
Unter Lehrern, Eltern, Psychologen und anderen höher gebildeten Menschen stellt sich schon seit längerer Zeit die Frage, wie gefährlich diese ganzen neueren Medien eigentlich für Jugendliche oder gar Kinder sind.
Experten führen eine Menge Argumente gegen neue Medien, besonders Games, an. Viele Games seien zu brutal, führen zu Wahrnehmungsstörungen oder Entwicklungsdefiziten. Man würde sich sozial isolieren, auf Gewalttaten abgestumpft werden und sich zusätzlich aggressiv verhalten. Ihr kennt diese Argumente. Es ist also so, dass jeder Zehnjährige, der COD spielt, aggressive Störungen hat und sich falsch entwickelt? Nun ja, mir ging es damals nicht so.
Es heißt außerdem, dass Kinder, die viel fernsehen oder im Netz surfen und zocken, oftmals einen niedrigeren Bildungsstand haben. Sie lernen angeblich schlechter, da deren Gehirne sich im REM-Schlaf (Tiefschlaf) nur auf Games und Filme, die vor dem Schlafen gesehen wurden, konzentrieren und nicht auf den Stoff der nächsten Klassenarbeit. Jetzt sind die Zehnjährigen also zusätzlich dumm und leiden unter Schlafmangel... Ging mir irgendwie auch nicht so.
Was für eine große Gefahr das Internet in Bezug auf Chatten und so ist, erwähne ich lieber gar nicht, sonst bekommt ihr alle noch PC-Verbot.
Für die jüngere Generation reichen diese Argumente natürlich nicht aus. Sicher haben diese Medien ein gewisses Suchtpotential, aber zum einen ist dafür nicht jeder anfällig und zum anderen hat man genau dafür Eltern, die das verhindern.
Unsere liebsten Games haben außerdem Vorteile: Unsere Reaktionszeit wird verbessert und wir können lernen, unter Zeitdruck gute Entscheidungen zu treffen. Außerdem wird unser strategisches Denken geschult. Na sowas... man könnte fast schon behaupten, die Games hätten didaktisches Potential.
Auch Internet und Fernsehen haben gewisse Vorteile. Es gibt viele Wissenssendungen, die oftmals sogar kindgerechte Erklärungen beinhalten und das Allgemeinwissen schon früh schulen. Dank Wissen macht Ah! weiß ich zum Beispiel die Herkunft einiger Sprichwörter und bei Willy will's wissen habe ich eine Menge über Kanäle gelernt. Das waren jetzt nur zwei Beispiele.
Durch Programme, die speziell für kleinere Kinder gemacht wurden, kann deren Sprachschatz trainiert werden. Oftmals sind diese Programme auch mit einer gewissen Wissensaneignung verbunden. Rucksack - Backpack. Diese Zeile wird uns allen im Gedächtnis bleiben. Außerdem kann auch das Moralempfinden der Kids trainiert werden. Ich denke da gerade an Swiper, nicht klauen! Außerdem gibt es sogar Nachrichten, die kindgerecht sind, wo viele politische Dinge und so erklärt werden, logo.
Das wahrscheinlich Beste am Internet, neben der Tatsache, immer die neuesten Meldungen auf der Startseite zu haben, ist die Möglichkeit der schnellen Informationsbeschaffung. Noch nie gab es die Möglichkeit, so viel Wissen auf "einen" Blick zu haben - zu Hause, ohne große Umstände und fast kostenlos. Schon klar, das Internet ist für uns alle Neuland... Tut mir leid. Nein, Spaß beiseite. Ich denke, dass die Frage an der Sache eher ist, wie man diese Medien nutzt. Es ist gut, Eltern und Kinder über Gefahren von Facebook, Call of Duty und DSDS aufzuklären, aber es ist keine Lösung ihnen quasi Angst davor zu machen. Sicherlich gibt es Gefahren, aber wo gibt es die nicht? Es wäre das Gleiche, allen zu erzählen, dass man nicht Flugzeug fliegen sollte, da vor kurzer Zeit wieder mal eins zu schnell nach unten gekommen ist. Es gibt immer und überall Gefahren und Risiken und die Kunst ist es, damit richtig umzugehen. Es hilft auch den Eltern nicht, ihren Kinder meinetwegen sogar Verbote aufzustellen, denn verbotene Früchte schmecken am Besten. Das ist seit Menschengedenken so und wird sich auch nicht ändern. Der Umgang mit den neuen Medien gehört in den Alltag, oder bin ich die einzige Person, die oft mal im Internet was macht? Bei guter Erziehung wissen Kinder von allein, dass man seine Adresse nicht überall angeben sollte und dass COD nicht der Realität entspricht. Sie sollten von allein so kritisch denken und wissen, dass es auch ein Reallife gibt - offline, versteht sich. Trotzdem ist es gut, mit neuen Medien in Kontakt zu sein, da man so auch eine gewisse Selbstständigkeit erlangt und nicht immer alles bei Mami und Papi nachfragen muss.

So Leute, hier seht ihr eine Übung für meine anstehende BLF im Fach Deutsch, 90 Minuten Zeit, mit vorgegebenen Materialien, deren Argumente auch in den "Leitartikel" eingebracht werden sollten.... Ich dachte, dass das echt was für den Blog ist. Diskutiert ruhig mit mir.

Machen wir uns selbst traurig?

Letztens wurde mir die Frage gestellt, ob die Menschen von heute glücklicher sind, als die Menschen "damals". Damals bezieht sich hier auf die Zeit, in der es noch keinen so großen technischen Fortschritt gab, also wo Telekommunikation und alles dergleichen noch nicht zu erträumen waren. Die Frage war aber so gestellt, als ob dies tatsächlich der Fall war, weshalb ich etwas verdutzt war. Natürlich werde ich meine Gedanken diesbezüglich mit euch teilen.
Gehen wir doch einmal ganz weit zurück in der Zeit. Neandertaler? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die überhaupt irgendwie Gefühle wie "glücklich" und "traurig" kannten. Ich kann mir eher vorstellen, dass die einzigen Gefühle, die sie kannten, "hungrig" und "satt" waren. Ich denke, dass sie glücklich waren, wenn ihre natürlichen Bedürfnisse erfüllt waren. Das ist heute eigentlich auch noch so, aber wir haben ganz andere Bedürfnisse. Manch einer will diese geniale neue CD von seinem liebsten Rapper, die andere will diese geniale neue Tasche ihres liebsten Designers und ich will, dass mich endlich mal jemand versteht. Wir sehen, unsere Bedürfnisse sind anders. Sie beruhen auf anderen Faktoren, als die der damaligen Menschen. Dinge wie Nahrung und Kleidung sind für uns so selbstverständlich, dass wir sie kaum als Bedürfnisse ansehen. Sie sind einfach nicht mehr wegzudenken, weil es davon zumindest hier in Deutschland alles im Überfluss gibt. Durch den technischen bzw. auch den industriellen Fortschritt, gibt es viel mehr Dinge, die wir begehren. Wer hätte nicht gerne so einen Porsche in seiner Garage stehen, eine fette Villa und dann noch ne große Zahl auf dem Konto stehen? Das sind alles Dinge, die damals noch nicht einmal in den Sternen standen. Durch die Medien werden diese ganzen neuen "Werte" dann verbreitet und wir fixieren uns darauf, dass wir diese Dinge zum Leben brauchen, obwohl das eigentlich gar nicht so ist. Heute ist es kaum noch möglich, "wunschlos glücklich" zu sein, da wir immer irgendetwas finden, das wir nicht haben. Durch die vielen Waren, die es zu erwerben gibt, haben wir einfach viel zu hohe Ansprüche.
So ergibt sich daraus meine Meinung, das wir keineswegs glücklicher sind, als auch nur irgendein Mensch in der Vergangenheit. Stop! Das kann man nicht so sagen. Es gab Kriege und andere schlimme Sachen, die natürlich auch viele Menschen traurig und unglücklich gemacht haben. Diese Menschen waren dann wohl auch nicht glücklich, aber eigentlich, zumindest nach meiner Definition, waren sie "glücklich", wenn ihre Bedürfnisse erfüllt waren. Was waren deren Bedürfnisse? Kein Hunger und Durst, körperliche Unversehrtheit? Das lässt natürlich viel Raum zum Diskutieren offen und durch solche Beispiele lässt es sich dann auch an meiner "Definition" zweifeln. Ich bleibe allerdings bei dieser Definition, da mir keine andere einfällt und ich auch nicht googeln will.
Ich bin der Meinung, dass wir uns selbst traurig machen, ohne es so wirklich wahrzunehmen. 

Ein bisschen Gesellschaftskritik?

Man spricht von Gesellschaft
und fragt nicht, wer die Narben dieser Jugend näht.
Whiskey gilt als Ersatz von Apfelsaft;
zum Verzeihen zu früh, zum Vergessen zu spät.
Ungerechtigkeit hat unsere Jugend zum Denken gebracht.
In düsteren Gassen leuchten Tag für Tag nur traurige Augen, die meinen, dass ein Leben unter Pflichten keinen Sinn mehr macht.
Es war die Angst, die ihre Sprache sprach.
Der Hass schnürte ihnen ab die Kehle,
doch keiner versuchte, ihre Hilferufe zu verstehen
und so floss die Kraft aus jeder Seele.
Kein Politiker wollte sich seine Fehler eingestehen,
Einsicht und Verständnis zeigt man nicht.
Das Resultat eigener Arbeit bleibt auf der Strecke
und seine Opfer sieht man aus der falschen Sicht.
Habt die Werte Deutschlands verkümmern lassen
und meint, die Jugend würde nicht ins System passen.
Einfach mal die Fresse halten, ihr Säcke.
Ihr schaut doch weg,
sobald wir reden
und würdet uns schon aus Prinzip nie Recht geben.
Verdammte Scheiße, wir sind Deutschlands Zukunft!
Ich sag euch, kommt lieber bald zur Vernunft,
sonst kriegt ihr irgendwann einen großen Schreck.

Jugendliche und ihr Interesse an Politik und Gesellschaft

Um mich mal wieder dem Thema zu widmen, welches sich irgendwie zum Hauptthema dieses Blogs entwickelt hat, werde ich euch heute etwas über die Jugendgeneration und ihre Meinung zu Politik und Gesellschaft oder viel mehr von meiner Wahrnehmung dieser erzählen. Wie immer werde ich dabei über das schreiben, was mir am Häufigsten begegnet.
Nun ja, wie sieht es aus? Der Großteil aller Jugendlichen hat wohl nur minimales Interesse, daran, die Politik zu verstehen. Ich bin mir diesbezüglich sehr sicher, da ich es fast jeden Tag mitbekomme. Kaum einer hat eine Ahnung oder gar noch eine Meinung von dem, was gerade so in der Welt passiert. Das ist nicht unbedingt schlimm, sondern eher schockierend. Besonders in der Schule fällt mir dies oft auf. Bei meinen Klassenkameraden bemerke ich häufig, dass sie absolut kein Interesse an der Gesellschaft haben, was schon komisch ist, da sie nicht erst zwölf sind. Was mich auch immer wieder wundert, ist, dass die meisten aus meiner Klasse kaum ein Verständnis für die Themen im Fach GRW haben und sich auch im Fach Geschichte nicht wirklich beteiligen. Dies trifft natürlich nicht auf alle zu. Das, was ich daran komisch finde, ist, dass sowohl Geschichte als auch GRW Fächer sind, die mit uns und unserem Leben etwas zu tun haben. Klar, GRW ist zum Großteil eher Theorie, die sich nicht immer umsetzen lässt, aber dort werden die Grundprinzipien des deutschen Staates erklärt. Auch in der Geschichte lassen sich ständig Parallelen zur heutigen Zeit bilden. Es ist erschreckend, dass viele dafür gar kein Interesse haben und ich bin mir fast sicher, dass das nicht nur in meiner Klasse so ist.
Um ein einfaches Beispiel zu bringen... Hin und wieder stelle ich anderen die Frage, wie sie irgendwelche aktuellen politischen Ereignisse bewerten würden, oder was sie glauben, wie unsere Gesellschaft und alles, was dazu gehört, in ungefähr fünfzig Jahren aussehen wird. Ich habe bisher wirklich sehr wenige gut durchdachte und begründete Antworten auf meine Fragen bekommen. So geht es mir auch hin und wieder im Internet, wenn ich bei ask.fm Fragen dieser Art stelle.
Mir kommt es so vor, als ob immer mehr Teenager immer egoistischer werden und sich immer weniger darum kümmern, wie es anderen geht, solange es ihnen gut geht. Viele haben meiner Meinung gar nicht die Ambition, etwas an der Gesellschaft, die quasi jeder beschimpft, zu ändern.

Warum gehen immer weniger Leute wählen?

Schaut euch, bevor ihr den Artikel lest, das Video an. Wie sind eure Gedanken dazu?
Ich bin gerade zufällig darauf gestoßen und das - wie so immer - genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich wollte sowieso einen Artikel über das Wählen schreiben und ihr wisst ja, dass ich sehr gerne zeige, dass meine Themen jeden einzelnen interessieren sollten. Ich muss sagen, dass ich dieses Video bereits aus dem Englischunterricht kannte und deshalb bereits die Pointe kannte. Allerdings erinnere ich mich gern an meine Reaktion vom ersten Sehen erinnern. Mein erster Gedanke war 'Ach ja, den Prinz von Bel-Air könntest du auch mal wieder gucken.' Aber dann hörte ich den Aufruf "Don't vote!" (dt. Wähle nicht!) und fragte mich, was das denn werden sollte. Ich war etwas verwirrt. Es ging weiter und ich wurde immer verwirrter, weil ich der Meinung war und bin, dass das nicht der richtige Anwendungsbereich des ironischen Stilmittels ist.
Nun gut, über die Art und Weise des Videos will ich jetzt auch gar nicht so lange schreiben und diskutieren. Was viel interessanter ist, ist die Botschaft des Videos.

Am letzten Sonntag war die Bürgerschaftswahl in Hamburg, bei der gerade mal die knappe Hälfte der Wahlberechtigten gewählt hat. Es ist zu erwähnen, dass man bei dieser Wahl ab einem Alter von 16 Jahren teilnehmen durfte.
Da ich dieses Thema nun schon super im Unterricht durchgekaut habe, bin ich mit dem Thema bestens vertraut. Ich will mich heute zwei Fragen widmen. Die erste Frage steht in der Überschrift und die zweite ist, ob es gut oder schlecht ist, das Wahlalter auf 16 Jahre herab zu setzen.
Frage #1: Warum gehen immer weniger Leute wählen?
Das Video sagt bereits, wie wichtig ist, sein Wahlrecht zu nutzen. Wie Will Smith sehr schön sagte: Wer nicht wählt, muss dann auch die Ergebnisse und alles, was damit verbunden ist, hinnehmen und den Mund halten. Ich selbst bin der Meinung, dass eine einzelne Meinung nichts ändern kann. Logisch. Aber wie viele Leute denken, dass sie diese eine Meinung haben? Die Hälfte der Wahlberechtigten? Also zählt ja doch jede Stimme, oder?
Ich sage euch meine Meinung: Keine Stimme zählt, um auf meinen Beitrag vom letzten Sonntag einzugehen. Das fiel mir gestern in einem Gespräch mit meinem Großvater auf. Politiker stellen Wahlversprechen auf, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt sind. Was ändert sich denn am Ende, wenn eben die Partei an die Macht kommt, die die besten Versprechen gemacht hat? Bei der nächsten Wahl hat sie fast drei Prozent. Mehr nicht. Das ist leider alles nur warme Luft.
Frage #2: Wahlalter 16?
Ich bin mir da immer noch nicht so sicher. Vorteile hat das auf jeden Fall. Möglicherweise sind Teenager noch motivierter, wählen zu gehen, da sie noch nicht wissen, was für Enttäuschungen das mit sich bringt. Außerdem denken sie sicher eher an die Zukunft, als ein Siebzigzähriger. Sicherlich würde da auch mal etwas frischer Wind in die Politik kommen, da wir Teenager ja noch ganz anders denken, als Erwachsene. Damit würden wir auch zum Problempunkt kommen: Sind wir Teenager noch so einfach zu beeinflussen? Ich muss sagen, ich wusste schon mit fünfzehn Jahren, welche Parteien ich mal wählen werde und das wird sich auch nicht mehr ändern. Ich habe mich von allein vor die Wahlprogramme der großen Parteien gesetzt und meine Entscheidung getroffen. Als ich beispielsweise das Wahlprogramm der CDU las, habe ich mehrmals den Kopf geschüttelt. Ich weiß nicht, inwiefern es sich bis heute geändert hat, aber die Ziele werden wohl zum Großteil die gleichen geblieben sein. An sich mag das Programm nicht schlecht sein, aber jeder, der in der Schule aufgepasst hat, wird mich verstehen. Am meisten gelacht habe ich, als ich las, dass die Preise trotz höheren Löhnen gleich bleiben sollen. Es ist doch klar, dass mit den Löhnen auch die Preise steigen. Schließlich kann man sich mehr leisten, weshalb die Nachfrage steigt und außerdem müssen die Preise sowieso steigen, da die Unternehmen sich sonst auch nicht mehr finanzieren können. Aber jetzt schweife ich zu weit ab. Ich wollte damit einfach sagen, dass man das nicht plausibel festlegen kann. Es gibt sicher auch Achtzehnjährige, denen die Politik überall vorbeigeht und die sich leicht beeinflussen lassen. Genauso gibt es garantiert Sechzehnjährige, die weit genug sind, um an einer Wahl teilzunehmen. Ich bin der Meinung, dass man nicht anhand des Geburtsdatums feststellen kann, ob ein Mensch alt genug ist, um etwas zu tun. Prinzipiell würde nichts dagegen sprechen, aber Risiken gibt es doch überall.

Leben wir in einer Demokratie?

Diese Frage fiel mir grad so ganz spontan ein und mit ihr auch einige Argumente, die nicht wirklich für eine Demokratie sprechen. Dass auf dem Papier steht, dass die Bundesrepublik Deutschland ein demokratisch regiertes Land ist, ist sicherlich allen klar.
Wie sieht es in der Realität aus?
Wir haben viele Rechte, die es in Monarchien etc. nicht gibt, beispielsweise dürfen wir als Volk einige politische Dinge mit entscheiden, beispielsweise, indem wir zur Wahl gehen. Okay, so weit, so gut. Schauen wir mal weiter.
Ein Beispiel, das nun nicht mehr wirklich aktuell ist und auch nicht so einfach anders zu managen war, aber trotzdem zeigt, was ich meine, ist die Einführung des Euros in Deutschland. Ich glaube nicht, dass ein Volksentscheid zur Einführung dieser neuen Währung geführt hätte.
Ein Beispiel, was permanent eine Rolle spielt, aber auch gerade wieder sehr aktuell ist, ist sicherlich die Meinungsfreiheit. Laut der deutschen Verfassung haben wir das Recht, unsere Meinung frei zu äußern, solange wir damit niemandem Unrecht tun. Außerdem haben wir angeblich auch Versammlungsfreiheit und dürfen also auch unsere Meinung in Form von friedlichen Demonstrationen äußern. Das klingt ja auch super.
Aber... Sekunde. Wurden nicht in letzter Zeit einige Demonstrationen abgesagt? Müssen wir jetzt etwa Angst um unsere Versammlungsfreiheit haben?
Zur Meinungsfreiheit kann ich euch auch direkt noch eine Story erzählen: Ich wurde früher, aber das ist tatsächlich schon eine ganze Weile her, auch sehr oft fertiggemacht - wenn man das so nennen kann - weil ich meistens eine eigene Meinung zu den meisten Themen hatte, die in dem Alter so interessant waren und diese auch mit meinen Argumenten vertreten habe. Auch heute ist dem noch so. Es passiert mir nicht selten, dass ich abwertende Blicke zugeworfen bekomme, nur, weil ich anderer Meinung bin, als andere.
Was meint ihr dazu? Schreibt es in die Kommentare; würde mich wirklich mal interessieren.

Was die Schule bringt.

Sicherlich werden viele an dieser Stelle sagen, dass Schule gar nichts bringt und absolut sinnlos ist, jedoch muss ich jeden, der das denkt, enttäuschen. Die Schule bringt beziehungsweise hat uns allen mehr gebracht, als wir vielleicht denken.
Ich will gar nicht abstreiten, dass man in der Schule ziemlich viele Dinge lernt, die man nie wieder im Leben wissen muss. Es wurde wohl kaum einer, der seinen Abschluss gemacht hatte, jemals wieder gefragt, ob er eine äquatoriale Umformung durchführen oder ein lineares Gleichungssystem lernen könne, um nur zwei einfache Beispiele anzuführen.
Trotzdem bringt uns die Schule in vielen Dingen sehr viel. Das hat wenig mit dem zu tun, das wir lernen mussten, um in der Abschlussarbeit eine gute Note zu bekommen, sondern mit dem, was während des Unterrichts geschieht.
Man lernt, gewisse Rangordnungen zu respektieren und miteinander umzugehen. Man trainiert seine Teamfähigkeit und lernt lauter Dinge, die im späteren Leben tatsächlich von Vorteil sein können.
Da ich selbst zur Schule gehe, weiß ich natürlich bestens, dass der Großteil von dem, was ich gelernt bekomme, mir später nicht weiterhelfen wird. Ich weiß genau, dass ich Mathe, Chemie, Biologie und Physik direkt vergessen kann. Die einzigen Fächer, die ich später gebrauchen könnte, um in meinen Wunschberufen Fortschritte zu machen, sind Deutsch, Englisch, Musik und Kunst, vielleicht noch Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft und mehr nicht. Klar, Sachen wie Geographie sind wichtig für die Allgemeinbildung, aber auch dort lerne ich Dinge, die ich für meine Zukunft nicht benötigen werde. Auch in der Biologie sind mehr als ein Duzend von Themen zu behandeln, die ich nie wieder wissen muss, beispielsweise die Körpertemperatur von Vögeln oder so. Ich habe keine Ahnung, wie man eine Rechnung stellt oder wie die Buchhaltung funktioniert, obwohl das etwas ist, was man sicherlich immer gebrauchen könnte, um im Beruf weiter zu kommen. Nein, dafür kann ich bestimmt zehn Lieder in zehn verschiedenen Sprachen singen und kenne die Binomischen Formeln auswendig - super.
Was mein Problem an der Schule ist, ist, dass man viel zu viele Dinge viel zu tiefgründig behandelt und viele Dinge, die für das spätere Leben wichtig wären, nicht einmal ansatzweise behandelt. Meiner Meinung nach wird man etwas zu wenig auf das richtige Leben vorbereitet. Es ist sicherlich auch die Aufgabe der Eltern, einen Teil dazu beizutragen, aber die haben natürlich auch nicht den ganzen Tag Zeit und wenn man dann irgendwann um drei von der Schule nach Hause kommt, hat man sicherlich auch keine Lust mehr, noch mehr Wissen in den Kopf pumpen zu müssen.
Die Dinge, die ich in der Schule lerne, sind oft zu weit weg von der Realität. Als erstes fällt mir da natürlich Mathe ein. Klar, viele Themen finden ihre Anwendungsbereiche in der Praxis, aber es gibt genauso Themenbereiche, die für mich persönlich keinen großen Bezug zur Praxis haben. Dreiecke. Was soll mir das bringen? Ich weiß, dass es dort natürlich auch Anwendungen in der Praxis gibt, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich irgendwann einmal so etwas berechnen muss? Sehr richtig, sie ist extrem niedrig. Genau so etwas ist die Anwendung der Sinusfunktion. Das ist alles gut und schön, dass ich das kann, aber es bringt mir nichts. Das ist wohl eine Sache, die ich nach der Schule nie wieder benötigen werde, da ich beruflich nicht in diese Richtung gehen werde.
Ich kann tausende Werke der Literatur und der Kunst analysieren und interpretieren, ausrechnen, wie groß irgendein Winkel im nächstbesten Dreieck ist, aber ich wüsste nicht, welche Partei an der Macht ist, wenn ich es nicht in den letzten Wochen immer in den Nachrichten gelesen hätte. Ich finde es einfach problematisch, dass man in der Schule viel zu selten mit dem richtigen Leben und seinen Problemen in Verbindung gebracht wird. Man weiß einfach von Anfang an, dass man viele Dinge nie wieder wissen muss und das ist auch der Grund, warum bei vielen Schülern die Motivation so niedrig ist.
Hier habt ihr ein super Video, welches ich gerade gefunden habe. Ich finde es mal wieder super passend.

Du bist zu fett!

Widmen wir uns heute mal wieder dem "Standardproblem" dieser Gesellschaft: Der Oberflächlichkeit und dem damit verbundenen Schubladendenken. Eigentlich ist das ja ein total abgekautes Thema, aber ich denke dennoch oft darüber nach, also werde ich euch, wie immer, daran teilhaben lassen.
Letztens habe ich in der Schule wieder ein besonders schönes Szenario erlebt. Einige Schüler aus meiner Klasse haben sich lautstark über ein Mädchen lustig gemacht, die kein Hungerhaken ist, wenn ihr wisst, was ich meine. Es ist so respektlos, sich über so etwas lustig zu machen, denn wer weiß, ob das Gewicht dieser Person nicht krankheitsbedingt ist? Ich finde es immer wieder erschreckend, wie viele Menschen sich über andere lustig machen und sie auslachen, nur weil sie etwas mehr auf die Waage bringen, als manch anderer. Es tut mir in der Seele weh, zu sehen, wie viele Menschen an Essstörungen beliebiger Art leiden, weil sie in der Schule oder wo auch immer ausgelacht werden. Abgesehen davon, dass es meiner Meinung nach sowieso scheiße aussieht, wenn man nur aus Haut und Knochen besteht. Da spielt es auch keine Rolle, ob man männlich oder weiblich ist. Runterhungern ist in meinen Augen widerlich. Cool sind die, die sich ordentlich ernähren, weil sie ihrem Körper etwas Gutes tun wollen und dabei alles Nötige zu sich nehmen. Auf diese Art und Weise kann man dann essen, wenn man Hunger hat und das ist das einzig Richtige. Weder Kotzen, noch gar nichts essen ist eine sinnvolle Lösung. Man wird früher oder später ernsthaft krank davon, aber ich denke, dass das nichts Neues ist. An dieser Stelle mal wieder ein Video, heute allerdings in Form von Musik. Serum114 - Du bist zu fett. Ich denke, dass es das, was ich meine, sehr gut thematisiert. 
Ich muss ehrlich sagen, dass ich eine dieser wenigen Personen bin, die wirklich einen Scheiß auf das Gewicht anderer gibt. Okay gut, ich habe auch schon Menschen gesehen, die so fett waren, dass ich mich gefragt habe, wie die überhaupt noch aus dem Haus kommen... aber das ist eine Ausnahme. Ich bin in diesem Bereich eigentlich wirklich sehr tolerant, ich meine, was soll mich das Gewicht anderer auch interessieren? Was ich aber nie tun würde, egal, wie fett oder eben auch abgemagert eine Person ist: Ich würde mich NIEMALS vor anderen darüber lustig machen. Das ist doch unter aller Würde. Solange eine Person sich in ihrem Körper wohlfühlt, ist doch alles andere egal. Dieser Magerwahn, der hier ausgebrochen ist, ist doch wirklich nicht auszuhalten. Warum hungern Menschen, die es in keinem Falle nötig haben, sich so krass runter? Was ist hier schief gelaufen?
Du hast doch sicherlich eine beste Freundin oder einen besten Freund, oder? Würdest du diese Person immer noch mögen, wenn sie zwanzig Kilogramm mehr wiegen würde? Würde das die Charakterzüge, die du an dieser Person magst, verändern?
Denkt mal darüber nach, meine lieben Freunde.








Wo ist der Respekt geblieben?

Ihr wisst inzwischen, dass ich hier gern meine persönlichen Erfahrungen verarbeite und so werde ich es auch heute tun.
Nach Silvester habe ich darüber nachdenken müssen, warum so viele Jugendliche so respektlos sind. Bei mir im Haus wohnt eine Familie, die wohl der Inbegriff von "Mitten im Leben", "Familien im Brennpunkt" und dem gesamten Assi TV von LTR ist, wenn nicht sogar noch schlimmer. So wurde an Silvester meinen Eltern von einer Siebzehnjährigen unbegründet folgender Satz entgegen geschrien: "Ihr Schlampen, verrecken sollt ihr!"
Eine noch nicht einmal Volljährige nimmt sich also das Recht heraus, Menschen, die doppelt so alt sind, wie sie, zu beschimpfen, sie zu duzen und ihnen den Tod zu wünschen.
Ich würde das nicht thematisieren, wenn ich nicht schon oft ähnliche Situationen erlebt hätte. Ich habe das Gefühl, dass Ehre und Respekt Werte sind, die mehr und mehr an Bedeutung verlieren. Immer und immer mehr Kinder oder auch Jugendliche nehmen sich das Recht, Ältere zu beschimpfen oder ihnen blöd zu kommen, was ich nicht verstehen kann. So ist es mir auch schon passiert, dass Jüngere mich dumm angegangen sind. Ich weiß immer nicht, was ich dazu sagen soll. Im Prinzip ist es ja die Schuld der Eltern, weil sie ihre Kinder nicht richtig erziehen und zu locker sind.



Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes?

Da ich regelmäßig positives Feedback für meine gute Gesellschaftskritik bekomme, werde ich mich heute einmal etwas Politischem widmen, das uns alle betrifft und nicht nur meine Generation: Der Pegida und ihren Demonstrationen. Es ist ein Thema, das uns alle interessieren sollte, egal, ob jung oder alt.
Ich habe mir bereits ein paar Meinungen von euch zu diesem Thema eingeholt, welche sehr gespalten waren, weshalb ich mich endgültig entschieden habe, diesen Beitrag hier zu schreiben. Ich werde euch diesen Beitrag mit Links vollknallen, damit meine Aussagen belegt sind und ihr gleichzeitig alle Unklarheiten über Begrifflichkeiten klären könnt. Links erkennt ihr, wie immer, an der blauen Färbung.

Beginnen wir doch ganz am Anfang. Was ist die Pegida? Es handelt sich dabei um eine Abkürzung für "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes". Nehmen wir das einmal auseinander, finden wir die Worte "patriotisch", "Islamisierung" und "Abendland". Die Definitionen der Begriffe Abendland und Islamisierung sind wohl recht leicht verständlich, während der Begriff des Patriotismus immer noch Fragen offen lässt. Bei diesem Begriff werden viele sofort hellhörig und denken an Nazis, obwohl diese beiden Begrifflichkeiten mehrere Unterschiede aufweisen. Behaltet bitte im Hinterkopf, dass Patriotismus und Nationalsozialismus definitiv nicht als das Gleiche zu werten sind.
Für die Medien ist die Pegida natürlich ein gefundenes Fressen. Man hat wieder alle Gründe dafür, die Rechtsextremisten runterzumachen, aber sind die Ziele der Pegida tatsächlich so rechtsextrem?

Schauen wir uns doch einmal ein paar Forderungen der Pegida genauer an:
Alle Informationen diesbezüglich stammen von Focus Online.

Forderung #1: Aufnahme von Kriegsflüchtlingen oder politisch bzw. religiös Verfolgten.
Auch, wenn diesem Punkt eigentlich noch das Anhängsel "Das ist Menschenpflicht!" beinhaltet, zeigt dies, dass die Pegida keineswegs rechtsextrem ist, da es zu ihren Forderungen zählt, Hilfebedürftige aufzunehmen.

Forderung #2: Pegida ist für die Aufnahme des Rechts auf und die Pflicht zur Integration ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.
Dies ist ein sehr wichtiger Punkt des "Programmes". Bisher ist nur ein Recht auf Asyl im Grundgesetz verankert, was im Übrigen auch ein Grund für die Gründung der Pegida ist. Darauf werde ich zu einem späteren Zeitpunkt eingehen.

Forderung #3: Unterbringung der Asylanten in menschenwürdigen Heimen.
Ein weiterer Punkt, der zeigt, dass es sich hierbei nicht um einen Verband lauter Rechtsextremer handelt. Die Pegida fordert den menschlichen Umgang mit Asylanten, welcher, wie wir erst vor kurzer Zeit hören durften, nicht selbstverständlich ist. Sie fordern die Betreuung durch Sozialpädagogen, um weitere Vorfälle dieser Art zu verhindern.

Forderung #4: Gesamteuropäischer Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge und eine gerechte Verteilung auf alle angehörigen Staaten der Europäischen Union.
Auf gut Deutsch gesagt heißt das nichts weiter, als dass jeder EU-Staat die gleiche Anzahl von Flüchtlingen aufzunehmen hat. Dies ist zur Zeit nicht so, da Deutschland mit großem Abstand die Meisten aufnimmt.

Forderung #5: Senkung des Betreuungsschlüssels für Asylsuchende.
Heißt, dass entweder mehr Betreuer eingesetzt werden müssen oder dass Deutschland weniger Asylbewerber aufnehmen kann.

Forderung #6: Einführung eines Asylantragsverfahrens nach dem Vorbild der Niederlanden und der Schweiz, Aufstockung der Mittel für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, um eine schnellere Integration zu ermöglichen.
In Holland wird den Flüchtlingen nur ein vorläufiger Schutz geboten und auch in der Schweiz sollen, wenn möglich, Beweise für eine Verfolgung vorgelegt werden.

Forderung #7: Aufstockung der Mittel der Polizei und Ablehnung des Stellenabbaus bei selbiger.
Dieser Punkt soll natürlich die Möglichkeit der Einsätze der Bundespolizei erhöhen, obwohl die prozentuale Anzahl der Straftaten zurückgegangen ist.

Forderung #8: Ausschöpfung und Umsetzung der vorhandenen Gesetze zum Thema Asyl und Abschiebung.
Mit der Anzahl der Asylanträge steigt natürlich auch die Anzahl der Abschiebungen.

Forderung #9: Keine Toleranz gegenüber straffällig gewordenen Asylbewerbern und Migranten (Migration = Ein- und Ausreisen in ein Land, mit dem Ziel, dort für längere Zeit zu verweilen).
Das ist wahrscheinlich der Punkt, den jeder bereits kennt und der diese gesamte Aktion so rechtsradikal aussehen lässt, obwohl es dafür erst einmal keinen Grund gibt. Im Grundgesetz spielt es keine Rolle, ob Straftaten von Migranten, Immigranten, oder Deutschen begangen werden.

Lassen wir uns das noch einmal gemeinsam durch den Kopf gehen. Äußert sich auch nur einer dieser Punkte gegen Ausländer? Ich glaube nicht. Gehen wir noch einen Schritt weiter: Gibt es Punkte, die eine bessere Stellung der Asylanten in Deutschland fordert? Ja.
So wäre beispielsweise Forderung #2 und #3. Ich glaube, dass jeder, der bei einer Pegida-Demonstration anwesend ist, Angst um die Traditionen seines Heimatlandes hat.

Bis zu diesem Punkt ist dieser Beitrag absolut objektiv und hat nichts mit meiner Meinung zu tun. Ich möchte mit diesem Beitrag nur widerlegen, dass die Pegida rechts oder irgendetwas dergleichen ist. Wer meine  Meinung dazu nicht wissen will, kann jetzt aufhören, zu lesen, da nun meine persönliche Einschätzung dieses Themas folgt.

Ich nehme mir jetzt das Recht, hier meine persönlichen Erfahrungen mit einfließen zu lassen, um diesem Beitrag etwas mehr Lebendigkeit zu verleihen.
Wie ich bei Forderung #2 bereits erwähnte, ist das Recht auf Asyl einer der Gründe, der die Pegida erst hat entstehen lassen. Man hat Recht auf Asyl, aber es gibt keine Integrationspflicht. Die Pegida ist nicht ausländerfeindlich oder gar rechtsextrem. Die Pegida verteidigt die Traditionen unseres Volkes und nicht mehr. Wie komme ich darauf? Das ist ganz einfach.
Zum einen habe ich mich bereits mit Personen unterhalten, die bei der letzten Demonstration in Dresden am 22. Dezember 2014 anwesend waren. Mir wurde berichtet, dass dort einige Ausländer anwesend waren, weshalb es schon rein logisch nichts Rechtsextremes sein kann. Es wurde mehrmals betont, dass es sich bei der Demonstration nicht um eine ausländerfeindliche Aktion handelt.
Zum Thema Integration habe ich eine Meinung, die sehr viele Leser nicht gut finden werden, aber ich bitte trotzdem jeden, diese zu akzeptieren.
Ich habe eine kleine Schwester, durch die ich in diesem Jahr mit diesem Thema konfrontiert wurde. Sie besucht eine Grundschule, in der sie im vergangenen Schuljahr neben einem indischen Jungen sitzen musste. Sie fühlte sich dabei nicht wohl, da sein Deutsch nicht das Beste war und sie ihm deshalb viel erklären und ihn abschreiben lassen musste; darunter litten ihre schulischen Leistungen. Des Weiteren erzählte sie nach einiger Zeit zu Hause, dass er ihr gegenüber Morddrohungen ausgesprochen hatte und ihr gegenüber gewalttätig geworden war. Die Gründe dafür sind mir allerdings unbekannt. Als sich diese Vorfälle häuften, forderten meine Eltern, dass sie umgesetzt wird, worauf ihre Klassenleiterin nicht einging. Also wendeten sie sich an die Schulleitung, welche ein Schlichtungssgespräch organisierte. Anwesend waren meine Eltern, meine Schwester, der Junge, seine Eltern, die Klassenleiterin der beiden und die Direktorin der Schule. Als meine Eltern mir von dem Gespräch berichteten, fing ich an, zu verstehen, warum es Menschen gibt, die nicht begeistert davon sind, dass es hier so viele Migranten gibt. Ich bekam zu hören, dass seine Mutter komplett vermummt, wie es in Indien eben so üblich ist, zum Gespräch kam und eine Dolmetscherin dabei war, da sie kein Deutsch versteht. Außerdem erzählten sie mir, dass der Junge, der wie gesagt Morddrohungen wie "ich stech dich ab" gegenüber meiner Schwester geäußert hatte, Recht bekam. Er wisse nicht, was er sagt.
Zwei andere Beispiele, welche in meinen Augen nichts mehr mit Integration zu tun haben, sind, dass mittlerweile schon in manchen Berliner Stadtteilen die Weihnachtsmärkte nicht mehr Weihnachtsmärkte heißen dürfen oder dass im Weihnachsgottesdienst muslimische Lieder gesungen werden sollen. Wenn ich so etwas lese, steigt in mir die Wut auf. Als nächstes wird dann der Dresdener Christstollen umbenannt, oder was? Ich stelle gern noch einmal klar, dass ich politisch sehr neutral eingestellt bin, aber irgendwo hört auch bei mir das Verständnis auf. Weihnachten ist ein christliches Fest und auch, wenn das Christentum nicht die deutsche Staatsreligion ist, ist es die Religion, aus der die meisten deutschen Traditionen stammen und von der es in diesem Land die meisten Anhänger gibt. Warum soll man in einem christlichen Gotteshaus ein muslimisches Lied singen? Es ist das erste der zehn Gebote, dass man neben seinem Gott keinen anderen haben soll ... und solche Ideen kommen von der Regierung, obwohl wir unter der Regierung der CHRISTLICH demokratischen Union leben. Was hat das noch mit Integration zu tun? Meiner Meinung nach heißt Integration, dass sich die Fremden, was bei uns eben die Moslems etc. sind, anzupassen haben. Was soll das, dass das deutsche Volk seine Traditionen im eigenen Land einstellen soll, damit sich die Ausländer hier wohler fühlen? Letzten Endes hat sie niemand gebeten, hierher zu kommen. Ich habe absolut gar nichts dagegen, dass sie hierher kommen, aber wenn sie das schon tun, sollten sie sich an die deutschen Normen anpassen. Es ist mir egal, ob sie dem Christentum angehören, oder nicht, aber wer hier leben will, hat die deutsche Sprache zu beherrschen und das deutsche Gesetz zu akzeptieren. Geht doch mal in die Türkei und legt euch dort im Bikini an den Strand. Das wird auch nicht akzeptiert. Dort wird auch niemand eine Kirche bauen, damit wir uns wohler fühlen. Ich finde es genauso schlimm, dass ich von der Schule aus eine Moschee besuchen sollte. Ich habe mit dieser Religion nichts zu tun und sehe es nicht ein, ein fremdes Gotteshaus zu betreten. Letzten Endes ist es ausgefallen, sonst hätte ich mich krank melden lassen.
Noch ein Beispiel, was nicht direkt mit dem Islam in Verbindung steht: Ich muss in der Schule ein hebräisches Lied singen und den Holocaust behandeln. Dass der Holocaust im Lehrplan steht, ist okay, es gehört nun einmal zur Geschichte. Was ich nicht okay finde, ist, dass ich nun in meiner gesamten Schullaufbahn zum dritten Mal gepredigt bekomme, wie böse die Deutschen doch sind. Dass das in den Geschichtsunterricht gehört, ist mir absolut klar, aber ich verstehe nicht, dass ich das zusätzlich im Ethik- und im Musikunterricht behandeln muss. Was ich, wie schon gesagt, noch schlimmer finde, ist, dass ich ein hebräisches Lied singen MUSS, obwohl ich dieser Religion nicht angehöre und den Text nicht verstehe. Es will mir doch niemand erzählen, dass auch nur irgendein Jude, der nichts mit diesem Land zu tun hat, ein deutsches Volkslied singen würde?


Wenn ich mir solche Karikaturen ansehe, könnte ich mich direkt wieder aufregen.
Es mag sein, dass bei den Demos ein paar Rechtsextreme dabei sind, aber der Großteil
der Demonstrierenden besteht aus  politisch Neutralen. Ich denke, dass viele
sich aufregen, ohne zu wissen, worum es bei der Sache eigentlich geht.

Meine Meinung mag etwas rechts klingen, ist sie aber nicht. Ich habe nichts dagegen, dass Kriegsflüchtlinge oder anderweitig Verfolgte hierher kommen. Ich bin nur der Meinung, dass sie sich in der Zeit, in der sie hier leben, zumindest in der Öffentlichkeit an die deutschen Traditionen anzupassen haben bzw. sie diese zu akzeptieren haben und nicht wir uns an sie anpassen müssen. Sie müssen nicht in die Kirche gehen, keinen Weihnachtsmarkt besuchen, oder was auch immer, aber sie sollten nicht erwarten, dass wir ihnen auch nur irgendwie entgegen kommen. In meinen Augen kommen wir ihnen schon extrem entgegen, indem wir sie überhaupt hier aufnehmen und ihnen Schutz bieten, denn das müssten wir nicht tun. Im Übrigen gilt dies nicht nur für Moslems.

Lasst uns über Weihnachten reden.

Was soll ich schon groß dazu sagen? Ist Weihnachten nicht schon längst nur noch Kommerz? Ich verliere immer mehr und mehr den Glauben daran, dass Weihnachten jemals wieder eine tiefgründige Bedeutung haben wird. Kinder werden damit großgezogen, dass es zu Weihnachten Geschenke gibt, ohne, dass ihnen dabei der Sinn dieses Festes erklärt wird. Ich will nicht behaupten, dass ich meinen nicht vorhandenen Kindern von Anfang an prägen würde, dass Weihnachten ein christliches Fest ist, denn das würde ich sicherlich nicht tun. Ich finde es nur wirklich schade, dass Weihnachten eben so für kommerzielle Zwecke ausgenutzt wird. So gut wie alle Konzerne versuchen, ihren räudigen Kram loszuwerden, was ja auch verständlich ist, aber doch nicht, indem man Weihnachten vorschiebt. Weihnachten ist ursprünglich mal das Fest der Liebe gewesen. Ich merke davon nichts, außer, dass man in der Weihnachtszeit zu jedem scheißfreundlich ist, obwohl jeder weiß, dass es alles nur Schein ist. Das muss echt nicht sein.

Mein großes Beileid geht an dieser Stelle an die Angehörigen von Udo Jürgens. Es muss fürchterlich sein, gerade so kurz vor dem Heiligen Abend wie aus dem Nichts eine geliebte Person zu verlieren.

Zum Thema Oberflächlichkeit.

Mittlerweile wird es wohl kaum etwas Neues sein, dass ich mich mit diesem Thema oft auseinandersetzen muss.
Prinzipiell sei an erster Stelle gesagt, dass ich selbst teilweise auch recht oberflächlich sein kann. Natürlich entscheide ich im ersten Moment, in dem ich eine Person sehe, ob diese mir sympathisch ist oder nicht und ob diese Person in meinen Augen attraktiv ist, oder eben nicht. Diese Art von Oberflächlichkeit meine ich hiermit nicht. Mir geht es eher um die weitreichenden Folgen dieses natürlichen Denkens, welches ich gerade erwähnte.
Es ist natürlich total normal, dass man sich ganz schnell ein Bild von einer Person macht, die man gerade zum ersten Mal gesehen hat und dass dieser erste Eindruck sehr wichtig ist, ist natürlich auch nicht abzustreiten. Nur ist es mittlerweile bei vielen zum Standard geworden, dass man Menschen sofort beurteilt, sobald man sie zum ersten Mal gesehen hat. Ganz normale Menschen sind plötzlich 'scheiße', nur weil sie etwas mehr auf die Waage bringen, als andere oder nicht die größten Schönheiten sind. Ich könnte etliche Beispiele nennen, aber ich denke, dass man verstehen kann, was ich damit sagen will. Das ist tatsächlich reine Oberflächlichkeit. Wie kann man jemanden, mit dem man noch nie gesprochen hat, dämlich finden? Sicherlich ist es total in Ordnung, dass einem vielleicht die äußere Gestalt eines Menschen nicht zusagt, aber ist es auch in Ordnung, diesem Menschen dann absichtlich damit Leid zuzufügen, eben weil er oder sie nicht dem Schönheitsideal entspricht und keine Trendklamotten trägt? Ich glaube nicht. Für sein natürliches Aussehen kann niemand etwas und aus diesem Grund sollte man auch niemanden deswegen mobben oder was auch immer. Es ist doch völlig klar, dass nicht jeder von Natur aussehen kann, wie Barbie und Ken, um den bekanntesten Schönheitsideal zu nennen. Ich finde es absolut nicht in Ordnung, dass sich manche Menschen das Recht herausnehmen, über Menschen zu urteilen, mit denen sie noch nie ein Wort gewechselt haben.
Angenommen, ich habe mich mit einer Person unterhalten, worüber auch immer, und habe dabei festgestellt, dass mir die Person nicht sympathisch ist, weil mir ihre Mimiken und Gestiken nicht gefallen, dann ist das natürlich absolut okay. Es ist auch in Ordnung, wenn mir das Aussehen einer Person nicht zusagt, schließlich sind Geschmäcker ja für bekanntlich verschieden, was auch gut so ist. Aber auch all diese Faktoren geben einer Person nicht das Recht, über eine andere Person zu urteilen, denn urteilen darf meines Erachtens nach nur ein Richter. Ich finde es schade, dass so viele Menschen mittlerweile nur noch nach ihrem Aussehen beurteilt werden, weil es einfach nichts über die inneren Werte dieser Personen aussagt. Ihr wisst, was ich meine.
Ich lese im Internet an so vielen Stellen davon, dass die Gesellschaft einfach viel zu oberflächlich ist und dass man Menschen viel zu schnell beurteilt. Die gleichen Menschen sind es dann, die mir schreiben, was für ein toller Mensch ich sein soll. So sehr es mich auch freut, dass zu hören, ich kann es nicht ernst nehmen. Das hier ist das Internet; hier kann sich jeder so präsentieren, wie es ihm oder ihr gefällt. Wer sagt, dass ich im Reallife genauso ein 'toller' Mensch bin, wie ich es hier vorgebe? Vielleicht bin ich einfach nur ein kleines dreizehnjähriges Mädchen, welches Aufmerksamkeit erregen will, indem es Kritik an der Gesellschaft ausübt. Ich könnte aber genauso gut ein fünfzigjähriger Mann sein, der auf diese Art und Weise versucht, junge Mädchen von seinem Charme zu überzeugen, um sie dann zu vergewaltigen, wer weiß das schon? [Durch diese beiden extremen Beispiele wisst ihr schon einmal, was bzw. wer ich nicht bin und außerdem dürfte jetzt auch der letzte begriffen haben, was ich meine.] Ich kann natürlich ein geniales Beispiel dafür anführen, wie oberflächlich viele hier sind. Wie ich bereits oft erwähnt habe, bin ich auf der Social Network Site ask.fm recht aktiv. Obwohl ich dort bisher nie mein Geschlecht angegeben habe, glaubt fast jeder, dieses zu wissen. Das ist auch eine gewisse Oberflächlichkeit, da sich aus den Sätzen, die eine 'anonyme' Person im Internet postet, nicht ihr Geschlecht ableiten lässt. Generell ist es erschreckend, wie viele Dinge man mehr oder weniger in seinem Glauben an irgendetwas überliest. Ich kenne kaum einen, der wirklich zwischen den Zeilen lesen kann und das auch nicht im Alltag schafft.
Damit hätte ich dann auch die perfekte Überleitung zur letzten Art der Oberflächlichkeit geschaffen. Meiner Meinung nach nehmen nur die wenigsten Menschen die wirklich wichtigen Dinge wahr. Ich bemerke es in meinem persönlichen Umfeld immer sehr oft, dass man einfach oberflächlich durch die Welt geht, ohne in irgendeiner Weise Details wahrzunehmen. Ich weiß nun nicht unbedingt, wie andere das wahrnehmen, aber wenn ich beispielsweise die Straße herunterlaufe und man mich dann fragt, was für eine Hose die Dame, die gerade an mir vorbei gegangen ist, trug, dann kann ich, ohne mich umzudrehen, eine Antwort geben, welche richtig ist. Das ist nun nichts, was jeden einzelnen betrifft, aber ich habe das Gefühl, dass sehr viele ihre Umwelt einfach gar nicht richtig wahrnehmen, was ich schade finde. Ich weiß leider nicht, wie ich dies begründen soll, aber das kam mir vor einer Weile in den Sinn und ich glaube immer mehr daran, dass dies tatsächlich stimmt.

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