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Paranoia

Kannst du dir vorstellen, wie es ist, nachts nicht schlafen zu können, weil du von deiner Angst verfolgt wirst? In einer Gruppe von Menschen kannst du entspannt sein und machst dir keinen Stress, aber sobald du allein bist, fängst du an, alles so genau wie nur irgend möglich zu beobachten.
Wenn du zu Bett gehst, schließt du alle Fenster und Türen, um dich sicher zu fühlen. Neben deinem Bett liegt ein Messer – nur so für den Fall. Sollte dir irgendwer zu nahe kommen, kannst du dich wehren.
Weißt du, wie man sich fühlt, wenn andere sich über dieses Trauma lustig machen und man an jeder dunklen Ecke „Buh!“ hört? Sie wollen dich erschrecken, weil sie es lustig finden und es ist ihnen absolut egal, was sie damit bei dir auslösen können. Es interessiert sie nicht, dass sie dir damit den Anfall deines Lebens verpassen könnten.
Aber das ist sie nicht – die Angst. Das ist keine Angst. Das, woran du leidest, hat nichts mit Schwäche zu tun. Die Ursachen deiner panischen Attacken liegen manchmal in der Kinderwiege eines Menschen. Manche Menschen behaupten, man könne sie hinter sich lassen. Spürst du die Ironie? Sie wird dich immer verfolgen und das kannst du nicht so einfach ändern. Wann immer du denkst, allein zu sein, wird sie dich besuchen kommen und dir zeigen, wie sehr du sie zum Leben brauchst. Wenn sie nicht da ist, fühlst du dich leer und wirst sie selbst suchen.
Wenn es dich einmal getroffen hat, wirst du anfangen, überall nach ihr zu suchen. In der Schule, auf der Arbeit, vor deinem Haus,  vor der Tür deines Nachbarn; einfach überall. Und du wirst sie überall finden. Sie wird dich nicht verlassen.
Jeder Versuch, ihr zu entkommen, ist zwecklos; genauso zwecklos, wie der Versuch, zu auszutricksen. Du kannst dir noch so viel einreden, aber du wirst immer irgendwo den Serienmörder sehen und wieder daran verzweifeln. Du kannst dich nicht sicher fühlen. Manchmal kannst du in deinem eigenen Bett nicht schlafen, weil du jemanden im Zimmer vermutest. Und dann weißt du, wer da ist – sie. Sie wird dich nie allein lassen.

Ist es nicht doch so, dass wir uns alle gegenseitig etwas vormachen?

Wenn ich morgens meine Facebook-App öffne, um zu schauen, ob in dieser Welt voller Hass und Gewalt etwas Neues passiert ist, sehe ich anstatt dessen lauter Bilder von hässlichen Fratzen, die ich nicht einmal kenne, weil irgendwer aus meiner Freundesliste darauf markiert wurde. Ihr kennt diese Leute sicher auch. Sie laden ständig irgendwelche Bilder von sich selbst hoch und wissen wahrscheinlich selbst nicht einmal genau, wieso sie das tun. Sie bekommen Kommentare wie "so schön" oder "wunderschön" und ich frage mich einfach nur, wer diese Ausgeburten der Hölle schön finden kann. Besonders ironisch ist dabei, dass bei vielen weiblichen Wesen nicht einmal ein Gesicht auf dem Bild zu erkennen ist. Wirklich schön.
In den letzten Wochen stand ich mehrmals vor der Überlegung, diese App einfach zu löschen, weil es schlicht und ergreifend immer das Gleiche ist, was ich mir dort angucken kann. Mein Vorhaben scheiterte leider immer daran, dass ich Angst hatte, etwas verpassen zu können, wenn ich die App und meinen Account lösche. Jetzt bin ich also wieder an dem Punkt angekommen, an dem ich mich jeden Morgen aufrege, dass es Facebook mich nicht mehr informiert, als ein Blick aus meinem Fenster. Dort sehe ich übrigens ungefähr nichts außer ein paar Häusern und Bäumen. Trotzdem halte ich mich aus irgendeinem Grund daran fest. Das ist komisch. Als würden mich komische Fratzen und hässliche Gesichter in irgendeiner Weise weiterbringen. Am meisten deprimiert es mich, wenn ich nach zwei oder drei Monaten mal wieder mein Profilbild ändere und ich dann das Gefühl habe, dass es gar keinen interessiert. Vielleicht bin ich auch einfach zu hässlich und die Kontakte aus meiner Freundesliste sind zu ehrlich. Oder ich bin wirklich ein armes Schwein, für das sich niemand interessiert. Eigentlich ist mir das auch nicht wichtig, aber ich würde zu gern dieses "wunderschön"-Phänomen verstehen, denn diese Menschen sind einfach nicht wunderschön...
Wenn wir schon einmal über andere Menschen reden: Fast jeder hat mindestens eine Person in seinem ausgedehnten Bekanntenkreis, von der er einfach nicht weiß, wo sie herkam und warum man sie kennt. Aber komischerweise trifft man diese Person dann auf jeder Feier, die man besucht. Genau diese Person ist es dann auch, die immer wieder ein Gespräch mit einem anfängt, obwohl man keine Ahnung hat, wer das überhaupt ist. Leider habe ich mehrere von diesen Personen in meinem Umfeld. Prinzipiell sind das auch alles nette Leute, aber ich frage mich immer wieder, was das soll. Ich kenne diese Leute nur vom "Hallo" und "Tschüss" sagen, weil man das aus Höflichkeit eben so macht. Sie verhalten sich aber, als ob sie seit Menschengedenken meine besten Freunde gewesen wären. Das ist mir echt eine Nummer zu hoch. Ich habe an fremden Menschen nämlich kein großes Interesse, weil die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich Freundschaft zu schließen, einfach viel zu niedrig ist. Die meisten Leute suchen einfach nur nach einem Gesprächspartner, weil ihnen langweilig ist... oder weil sie zu viel getrunken haben. Über diese Leute sollten wir aber jetzt nicht weiter nachdenken, denn sie machen mich wirklich aggressiv. Ich habe das Gefühl, sie magisch anzuziehen, weil ich auf Feiern meistens nüchtern bleibe. Und ehrlich: Werdet mal so schnell wie möglich eine besoffene Person los, die euch davon erzählen will, wie sehr sie grad gekotzt hat. Dann werdet ihr sehen, was ich meine. Es ist die Hölle auf Erden. Ich hasse es.
Warum können wir uns nicht einfach verhalten, wie es geistig normal entwickelte Menschen tun? Warum können dumme Menschen nicht einfach aufhören, hässliche Bilder von sich selbst bei Facebook hochzuladen? Und warum markieren sie immer halb Dresden auf ihren Bildern? Wollen die anderen das wirklich sehen oder tun sie nur so? Und eine letzte Frage, die mir auf der Seele brennt: Warum muss immer die Hälfte aller Partygäste kotzend in der Ecke landen? Bin ich hier der einzige Mensch, der so eine Party als absoluten Reinfall sieht?

Dorf vs. Stadt?

Widmen wir uns doch heute mal einem Thema, das mir in letzter Zeit ziemlich oft untergekommen ist.
Es ist inzwischen kein großes Geheimnis mehr, dass ich seit meiner Geburt in Dresden lebe und es seither nicht wirklich weit weg von dort geschafft habe. Ich bin also an das Leben in der Stadt gewöhnt und kann mir ehrlich gesagt auch kaum etwas anderes, als das Stadtleben für mein persönliches Wohlbefinden vorstellen.
In letzter Zeit habe ich allerdings immer mehr mit dem Leben auf dem Dorf zu tun, obwohl das nicht zwingend meinem Stil entspricht.
In meiner Klasse hatte ich wenige Mitschüler, die jeden Morgen aus der an Dresden angrenzenden Gemeinde zu uns in die Schule gefahren sind, weil es bei ihnen kein Gymnasium gibt. Sie wurden grundsätzlich ausgelacht, weil sie vom "Dorf" kamen... Von daheim brauche ich eine viertel Stunde, um mit dem Bus in dieses "Dorf" zu fahren. Insofern sprechen wir hier weniger vom Dorf, sondern eher von den typischen Suburbs.
Ein Kumpel von mir hat eine Freundin, die auf dem Dorf wohnt und zu allem Überfluss ist mein Opa vor Kurzem auch nach Jahren in der Stadt zurück aufs Dorf gezogen.
Nun hielt ich es für eine gute Idee, ihn besuchen zu fahren und ich muss sagen, dass es eigentlich echt angenehm ist, hier zu sein. So ganz objektiv betrachtet, kann ich wirklich verstehen, dass es Menschen gibt, die freiwillig aufs Dorf ziehen.
Kommen wir nun also zum idealen Duell von Dorf und Stadt...

Vergleichskriterium #1: Die Mentalität der Menschen
In der Stadt kann es durchaus vorkommen, dass man nicht einmal weiß, wer sein Nachbar ist, während das Leben auf dem Dorf von einem unglaublich freundschaftlichen Verhältnis untereinander geprägt ist. Ich war schwimmen und als mein Opa mich abgeholt hat, saß er beim Inhaber der Imbissbude und unterhielt sich mit ihm über die Leute, die er von früher kannte, obwohl er den Verkäufer gar nicht wirklich kennt. Auch ich habe mich sofort sehr freundlich mit ihm unterhalten können. Er erzählte mir davon, was man hier in der Gegend alles machen kann und war auch sehr interessiert an meinen Erzählungen über die Stadt. Er sagte zum Beispiel, dass es hier Standard ist, "Hallo" und "Tschüss" zu sagen, wenn man ins Bad oder in eine Kneipe kommt. Das sind Dinge, die ich nicht kenne. In der Stadt lebt man im Stress und rennt quasi von einem Termin zum Nächsten und die Leute sind oft unhöflich und egoistisch.
... 1:0 fürs Dorf!

Vergleichskriterium #2: Unterhaltung
Beurteile ich das, was ich hier auf dem Dorf gesehen habe, muss ich sagen, dass die Möglichkeiten hier nicht weniger sind, als die in Dresden. Die Touristen hier wollen vor allem eines: Wandern. Das ist nun eine absolute Geschmackssache... Die Wanderwege hier werden sehr gelobt. Es gibt viele Bergwege und auf den Bergspitzen sind oftmals schöne Kneipen und kleine Restaurants, aber ich hasse wandern.  Ich bin im Sommer sehr interessiert am Schwimmen und das ist hier weitaus angenehmer, da die Bäder nicht so überfüllt sind. Es gibt hier auch einen schönen Kletterwald. Dann war ich in einem sehr schön eingerichteten Heimatmuseum, obwohl ich nicht weiß, wie die in Dresden so sind.
Gestern war ich auf einem Rummel, auf dem weitaus mehr los war, als auf dem in Dresden.
Prinzipiell gilt aber trotzdem, dass die Möglichkeiten in der Stadt überwiegen. Es gibt Konzerte, Festivals, Shoppingmöglichkeiten und so weiter. Das kann man auf dem Dorf natürlich vergessen. Bis auf die Wanderwege hat das Dorf also leider rein theoretisch nichts zu bieten, was die Stadt nicht auch bieten kann. Mein Punkt geht an die Stadt, aber es handelt sich hier um eine klare Geschmackssache!
... 1:1!

Vergleichskriterium #3: Öffentliche Erreichbarkeit und Mobilität
Hier fahren vier Buslinien. Bisher habe ich aber nur einen Bus hier gesehen und das war der, mit dem ich gefahren bin... ansonsten ist hier Funkstille. Mein Opa sagt immer, dass man ohne ein Auto aufgeschmissen ist. Vorteilhaft ist, dass hier alles recht nah beieinander liegt und man viel zu Fuß erreichen kann, jedoch kostet das natürlich sehr viel Zeit. Es gibt hier auch noch einen Zug, der im Stundentakt in die nächste Stadt fährt. Es gibt also zumindest theoretisch eine mobile Anbindung, wenn auch nur selten und tagsüber. Ich habe hier zu meinem persönlichen Leidwesen auch leider nie ordentlichen Handyempfang.
Ich denke, dass wir hier nicht weiter über die Stadt reden müssen. Allein Dresden hat ein sehr komplexes Liniennetz, was sogar in der Nacht noch recht gut zu nutzen ist. Die mobile Anbindung in der Stadt ist also definitiv besser. Hier gibt es guten Handyempfang, aber ich hatte es schon oft, dass hier das Netz überlastet war.
... 1:2 für die Stadt!

Vergleichskriterium #4: generelle Versorgung
Bei mir daheim ist alles, was das Herz begehrt, schnell und unkompliziert erreichbar. Zehn Minuten zu Fuß und ich habe zwei Lebensmittelläden, einen Rossmann, eine Sparkasse und einen Pfennigpfeiffer. Brauche ich neue Klamotten, bin ich mit der Bahn in zehn Minuten in der Stadt. Der nächste Baumarkt (den ich eigentlich nie brauche), ist mit dem Bus höchstens zwanzig Minuten entfernt. Es gibt auch überall Ärzte, falls mal gesundheitliche Probleme auftreten sollten.
Auf dem Dorf habe ich es wie folgt beobachtet: Es gibt ein paar Bäcker, einen Dönerkebab, zwei Nettos und einen unglaublich teuren Baumarkt - für den Rest muss man in die Stadt fahren. Es gibt hier allerdings auch zwei Banken, eine Poststelle und Kirchen. Tankstellen gibt es hier in der Gemeinde leider nicht... Macht nichts; hier fahren alle zum Tanken nach Tschechien.
Hier gilt also im Endeffekt wieder die Aussage meines Opas: Ohne Auto ist man hier aufgeschmissen.
...1:3 für die Stadt!

Fazit
Nach den Punkten zu urteilen, ist das Stadtleben natürlich besser - wie zu erwarten war. Trotzdem muss ich sagen, dass ich persönlich das Dorfleben mittlerweile fast schon lieb gewonnen habe. Man lernt hier auf jeden Fall, Prioritäten zu setzen und die kleinen Dinge im Leben zu schätzen. Der schlechte Handyempfang hat mich hier zum Beispiel überhaupt nicht gestört, weil ich mich so viel in der Umgebung umgeguckt habe und ständig was unternommen habe. Mich nervt hier dafür aber, dass ich fast überall hin laufen musste, weil ich kein Auto habe (und es im Übrigen auch nicht bedienen kann...). Zwar hält es fit, aber auf Dauer wäre es nicht mein favorisierter Lebensstil. Für mich spielt Mobilität eine große Rolle, weil ich einfach sehr spontan bin.
Einen großen Bonuspunkt bekommt wie gesagt die Mentalität der Menschen hier - sowas erlebt man in der Stadt einfach nicht.
Ich würde mein Stadtleben nicht gegen das Leben auf dem Dorf eintauschen, jedoch liebe ich es, hier Urlaub zu machen, weil es wirklich entspannt.

Abschied

Es ist nun schon eine Weile her und ich hatte die Zeit, mich langsam zu fassen. Inzwischen weine ich nicht mehr so viel, wie am Anfang; es fühlt sich an, als wäre das alles richtig so. Ich denke wieder an das, was bald kommt und nicht mehr an das, was ich vermisse. Du kannst mir glauben, ohne dich ist hier alles anders. Die letzten Wochen, die ich an deiner Seite verbracht habe, habe ich genossen. Ich hatte ein schlechtes Gefühl, wenn ich dich an einem Tag nicht gesehen habe. Ich habe gewusst, dass unsere Zeit bald endet und dass wir uns schon bald nicht mehr sehen würden.
Kaum zu glauben... Ich hatte Recht. Ich wusste einfach, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis diese schöne Zeit ihr Ende finden sollte.
Ich war nicht die Person, die allem ein Ende gesetzt hat. Das warst du. Du ganz allein. Ich bin stolz auf dich. Wirklich. Ich wusste schon lange, dass du das alles nicht mehr ertragen konntest. Du kannst dir aber nicht vorstellen, wie viele Tränen ich verloren habe, als es endlich vorbei war. Ich habe mich für dich gefreut, aber ich selbst war unglaublich traurig. Ich denke immer noch jeden Tag an dich und an alles, was wir zusammen gemacht haben. Es war eine so schöne Zeit für mich und ich hoffe, dass sie für dich nicht weniger schön war.
Ich will nicht länger dem hinterherweinen, was passiert ist. Ich hasse die Menschen, die dich da hingebracht haben, wo du warst, als ich dich zum letzten Mal gesehen habe.
Ich hoffe für dich, dass du dich jetzt besser fühlst. Ich bin mir fast sicher.
Ich weiß, dass wir uns irgendwann wiedersehen werden - es wird nur noch sehr lange dauern. Doch wenn es soweit ist, werde ich es zu schätzen wissen.
Du bist nicht von mir gegangen; du bist mir nur einen Schritt voraus.

Leben wir in einem aufgeklärten Zeitalter?

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“ – So schrieb es der Philosoph Immanuel Kant vor mehreren Jahrhunderten nieder. Doch was bedeutet das eigentlich? Leben wir heute in einem aufgeklärten Zeitalter?
Darauf gibt es keine direkte Antwort. Wir leben in einem Zeitalter der Information; in einem Zeitalter des Fortschritts, aber ob es wirklich ein aufgeklärtes Zeitalter ist, in dem wir gerade leben, muss man ordentlich abwiegen.
Wir Menschen haben einen enormen Drang nach Neuentdeckungen – nach der absoluten Aufklärung. In unserer Welt gibt es etliche Forschungszentren, wo ständig neue Dinge entdeckt und erfunden werden, die unseren Lebenskomfort enorm erhöhen.
Des Weiteren wird uns Menschen ein unendlicher Drang nach Wissen in die Wiege gelegt. Wir haben eine Vielzahl an Möglichkeiten, um uns dieses Wissen von klein auf anzueignen. Es gibt heute unglaublich viele Bibliotheken und Enzyklopädien, in denen es das nahezu „unendliche“ Wissen gibt. Heute haben wir außerdem Wege, wie das Internet, um uns zu jeder beliebigen Zeit und zu jedem beliebigen Thema Argumente, Meinungen und Fakten einholen zu können. Außerdem gibt uns das Internet die Möglichkeit, immer auf dem neuesten Stand zu sein – egal, worum es geht.
Eine weitere Sache, die dafür spricht, dass wir in einem aufgeklärten Zeitalter leben, ist unsere Bildung, die allerdings nicht überall auf der Erde ermöglicht wird. In den zivilisierten Ländern haben wir allerdings die Möglichkeit und teilweise sogar die Pflicht, zur Schule zu gehen und uns dementsprechend zu bilden. Wir erlangen kostenlos eine weitreichende Allgemeinbildung und damit ein Stück Aufklärung, nämlich Wissen. Die Bildung selbst ist ein Faktor der Aufklärung.
Obwohl wir nach Bildung und Aufklärung streben, beginnt die Einschränkung unseres Geistes schon im Kindesalter. Uns wird von unseren Eltern, später von den Kindergärtnern und Lehrern, eine Sicht der Moral – von Richtig und Falsch – übermittelt, die wir akzeptieren, ohne sie zu hinterfragen. Wenn nun Mama sagt: „Du darfst nicht so laut rufen, dass du diese Frau da nicht schön findest“, dann akzeptiert das Kind dieses und merkt es sich, ohne zu hinterfragen, warum das falsch war und warum es das zukünftig nicht mehr tun sollte. Das Kind wird es einfach in der Zukunft berücksichtigen.
Wie viele Menschen beten jeden Abend den „lieben Gott“ an, obwohl es keine Beweise für seine Existenz gibt? So viele Menschen sind auch heute noch religiös, obwohl eine Existenz eines jeden Gottes nicht nachgewiesen werden kann. Trotzdem glauben diese Menschen daran, dass deren Gott die Welt erschaffen hat, obwohl eine Evolution wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Wir Menschen glauben an Vieles, ohne zu wissen, ob es wahr ist. Wir suchen gar nicht erst nach einer Lösung der Probleme oder nach einer Erkenntnis. Wir glauben das, was wir gehört haben, weil uns die Unwissenheit gefällt. Wir wollen es nicht hinterfragen, weil das, was wir wissen, schöner klingt, als die Wahrheit. Wir Menschen neigen zu schnell dazu, Dinge einfach zu glauben, anstatt darüber nachzudenken.
Ein weiteres Beispiel dafür, dass wir in keinem aufgeklärten Zeitalter leben, ist das Vermeiden gewisser Themen, wie beispielsweise dem Tod. Wir fürchten den Tod unserer Geliebten, genauso, wie wir unseren eigenen Tod fürchten, obgleich wir wissen, dass der Tod etwas vollkommen Natürliches und gleichzeitig ein unvermeidbarer und unumgänglicher Teil unseres Lebens ist.
Als meine Großmutter vor wenigen Tagen ihr Leben hinter sich ließ, war ich unglaublich traurig, weil ich wusste, dass ich sie nie wieder sehen würde. Wenige Tage darauf war die Verabschiedung von ihr, wo sogar ihre Schwester aus dem Saarland kam, um sich von ihr zu verabschieden. Als ich dann dort in diesem Raum saß und die Leiche meiner Großmutter anstarrte, während mir eine Träne nach der anderen über das Gesicht lief, verstand ich, warum wir Menschen den Tod so fürchten. Wir fürchten die Endgültigkeit und dieses Unbekannte nach dem Tod.
Genauso wie den Tod, meiden wir andere vollkommen normale Themen, wie beispielsweise den Stuhlgang, obwohl auch dieser ein sehr wichtiger und natürlicher Teil unseres Lebens sein sollte.
So komme ich zu dem Entschluss, dass wir heutzutage zwar enorme Möglichkeiten in der Entwicklung, dem Fortschritt und der Bildung haben – die uns zum Licht Aufklärung verhelfen – aber auch, dass wir trotz dieser Möglichkeiten stellenweise zu faul sind, um uns an unserem eigenen Verstand zu bedienen und selbst Dinge zu hinterfragen. So halten wir am Dunkel der Unwissenheit fest. Das heißt, dass wir noch lange nicht in einer aufgeklärten Welt leben. In dieser leben wir erst, wenn auch der letzte Mensch dieser Erde sich freiwillig an seinem eigenen Geist und seinem Denkvermögen bedient und nicht alles glaubt, was er hört, sieht oder liest.

Wir leben in einer informierten Welt des Fortschritts und der Aufklärung, aber wir sind nicht vollkommen aufgeklärt.

Einfach nachdenken.

Es war einer dieser Tage, an denen ich bei strömendem Regen an meinem Schreibtisch saß und meinen Gedanken freien Lauf ließ.
Ich hatte in den letzten Monaten eine Menge gelernt und wusste, dass es Zeit war, meinen Kopf zu entleeren. In der letzten Zeit hatte ich eine riesengroße Last auf mich genommen, ohne es vorerst zu merken. Während meine Feder sich mit einem eleganten Schwung über das Papier schwebte, fiel mir auf, dass ich vor lauter Ballast im Schädel gar nicht mehr wusste, was ich denken sollte.
Ich hatte endlich etwas gefunden, woran ich mich festhalten konnte, obwohl ich nie danach gesucht hatte. Früher hielt ich mich an meinen Gedanken fest und verschwendete ganze Blöcke, aber heute sehe ich darin weniger Sinn, obwohl es mich immer glücklich gemacht hatte, zu schreiben. Mittlerweile brauche ich es nicht mehr, um meine Gedanken zu ordnen.
Trotzdem beschäftigte mich seit mehreren Tagen eine Frage, deren Antwort ich nur auf einem leeren Blatt Papier finden konnte. Es war die Frage, ob ich glücklich war. 
Ich überlegte stunden-, nein, wochenlang, bis mir einfiel, dass ich nicht wusste, wie sich dieser Zustand anfühlte. In meinem Leben war ich noch nie wirklich glücklich gewesen, oder zumindest stellte ich mir dieses Gefühl sehr anders vor, als das, was ich bisher gefühlt hatte.
Das Einzige, wo ich mich ein wenig gut fühlte, waren die Zeitpunkte, zu denen ich eine gute Menge Gras intus hatte. Dann fühlte ich mich immer so frei; fast unsterblich. Mit dem Ende meines Konsums verlor ich auch dieses Gefühl.
Alles, was ich hatte, war dieser eine Mensch. Mein großer Halt, mit dessen Verlust meine ganze Welt noch mehr zusammenbrechen würde. Sie besteht aus Ruinen und würde zerfallen in einen Haufen aus Schutt und Asche.
>>Die Ruinen, die ich hasse, sind die Ruinen in mir.<<

Das Übliche.

Ich glaube, dass es mal wieder an der Zeit ist, ein paar Dinge loszuwerden. Leider kommt bei mir in letzter Zeit Vielen zu kurz; auch oder eher besonders das Schreiben. Was soll ich auch groß schreiben? Soll ich darüber schreiben, dass mein bester Freund und ich irgendwie ziemlich abgestürzt sind und das lustig finden? Soll ich darüber schreiben, dass mich ein anderer eigentlich sehr guter Freund in letzter Zeit ziemlich fertig macht?  Wen interessiert denn dieser Müll? Das ist doch nichts, was hierher gehört. Ich weiß noch, wie ich mir vorgenommen habe, einen gesellschaftskritischen Blog zu machen. Wo bin ich jetzt? Ich philosophiere, poste Storys und werde immer persönlicher. Das war nicht mein Plan. Mein Plan war es, dass mein Blog groß wird; dass die Leute ihn lesen und endlich ihre Augen öffnen. Es sollte nicht um mich gehen, ich wollte egal sein.
Ich hatte mir vorgenommen, jede Woche mindestens einen Text zu posten... das kann ich nicht. Ich habe zur Zeit so viel Stress, dass ich auch einfach keine Lust darauf habe. Wenn ich dann mal Zeit habe, will ich mir nicht irgendetwas aus den Fingern ziehen müssen.
Ich liebe meinen Blog und ich freue mich auch immer über jeden neuen Leser und jeden Aufruf, aber vielleicht ist es einfach nötig, ein Pause einzulegen. Ich werde nicht weg sein; ich werde nur meine "Arbeitszeiten" ändern und nur noch dann posten, wenn ich inspiriert bin und ich auch etwas Sinnvolles mitzuteilen habe.
Ihr werdet von mir hören, aber erwartet nicht z
u viel. Ich werde auf jeden Fall weiterhin bei ask.fm aktiv sein, allerdings auch nicht täglich.
Meine Facebookpage wird eh nicht aktiv sein, da dort niemand aktiv ist.
Ich weiß, dass ein nicht bekannter Blogger so etwas nicht tun sollte, weil man dadurch natürlich immer einbüßt, was Leser angeht. Ich kann nur hoffen, dass ich wenigstens den einen oder anderen Leser habe, der das, was ich tue, mag und mir auch nach einer längeren Pause und meiner Abwesenheit "treu" sein wird.
In diesem Sinne: Haut rein.

>>Secret Storyteller<< 

Todgeweihte.

Es ist Jahre her, dass ich etwas komisch fand. Ich rede von einem Angst einflößenden Komisch und nicht dem Komisch, dass man etwas lustig findet.
Nun ging es mir zum ersten Mal in meinem Leben wirklich so, dass ich etwas mit meinem Wissen nicht erklären konnte; dass es mir nicht verständlich war. 
Mir geht seit Stunden ein Name durch den Kopf: Lincoln Burrows.
Hinter all dem, was du siehst, stecken Dinge, die du dir nicht einmal vorstellen kannst. Wir alle wissen so wenig. Wir glauben, dass wir Dinge wissen und verstehen, aber hinter jeder noch so interessanten Information stecken Ozeane an Wissen, die wir uns nicht einmal in unseren Träumen ausmalen würden.

Diese Welt ist so klein und das wird man, je älter man wird, immer mehr wahrnehmen. Das hier ist keine Serie und ich bin weder Michael, noch Lincoln, noch sonst wer, aber ich weiß, dass hier mehr läuft, als uns allen lieb ist.
Man lernt schnell, aufmerksamer durch die Welt zu gehen und man lernt auch schnell, dass man im Leben die ganze Zeit pokert. Man pokert mit dem Tod und dabei ist von Anfang an klar, wer am Ende die besseren Karten haben wird. Wir alle leben in einem riesigen Spiel, ohne es zu wissen.



Ist es das, was du wolltest?

Ich lag in meinem Bett und versuchte, zu schlafen, aber ich konnte nicht. Es war einer dieser Tage, an denen mich die Realität so eiskalt einholte. Ich starrte an die Decke und dann kamen sie. Sie waren einfach da und ließen mich nicht mehr los. Diese verdammten Gedanken. Ich sah alles, was in meinem Leben schief gelaufen war, vor meinen Augen und wünschte mir, einfach die Zeit zurück stellen zu können. Ich wünschte mir, noch einmal ein Baby zu sein. Noch einmal die Nähe zu meinen Eltern zu spüren, die ich schon lange nicht mehr kannte. Noch einmal ihren liebevollen Blick zu sehen, noch einmal das Kind zu sein, das sie liebten. Mein Blick fiel auf ein Photo an der Wand. Ich bei meinem 15. Geburtstag, stolz mit der Bierflasche in der Hand. Ich sah meinen Geburtstag wieder vor meinen Augen. Es war schön. Da war gerade alles schön. Schon einen Tag danach ging alles in die Brüche. Freundschaften zerbrachen, ich verlor mich selbst und fand mich nie so ganz wieder. Ich tat Dinge, die ich nie tun wollte; Dinge, für die ich mich selbst verfluchte, aber ich konnte es nicht lassen. Ich musste es tun. Mein Blick ging weiter, auf ein Babybild. 'Damals war noch alles unbeschwert', dachte ich. Wie gern hätte ich noch einmal diese unbeschwerte, schöne Weltansicht, die ein Kind hat. Was würde ich nicht dafür tun, noch einmal zwei Jahre alt zu sein und jeden Moment, den meine Eltern mit mir verbracht haben, zu genießen, denn das wird nie wieder so sein. Ich bin nicht das, was sie sich von mir gewünscht haben. Sie verabscheuen das, was ich bin. Mein letzter Blick fällt auf die Zigarette an meinem Poster. 'Ist es das, was du wolltest?', frage ich mich selbst. Warum tust du das? Du hasst es, aber du tust es. Du schreist so laut. Du schreibst Hilfe mit deinem Blut und schreist so laut, dass du es selbst nicht ertragen kannst, aber niemand hört dich. Das war es nicht, was du wolltest.

Die "neuen" Medien - Fluch oder Segen?

Endlich ist die Schule aus, jetzt ist Entspannen angesagt - wenn da nicht die vielen Hausaufgaben und die Klassenarbeit morgen wären...
Also setzt man sich hin und fängt mit dem ganzen Kram an.
Fünf Kapitel aus dem Buch für Deutsch lesen. Die Lektüre ist langweilig... keine Lust. Man fragt also Google. Plötzlich sitzt man vor Facebook, Instagram und schreibt nebenbei noch per WhatsApp... dabei wollte man doch eigentlich lernen. Welcher Schüler kennt dieses Szenario nicht?
Unter Lehrern, Eltern, Psychologen und anderen höher gebildeten Menschen stellt sich schon seit längerer Zeit die Frage, wie gefährlich diese ganzen neueren Medien eigentlich für Jugendliche oder gar Kinder sind.
Experten führen eine Menge Argumente gegen neue Medien, besonders Games, an. Viele Games seien zu brutal, führen zu Wahrnehmungsstörungen oder Entwicklungsdefiziten. Man würde sich sozial isolieren, auf Gewalttaten abgestumpft werden und sich zusätzlich aggressiv verhalten. Ihr kennt diese Argumente. Es ist also so, dass jeder Zehnjährige, der COD spielt, aggressive Störungen hat und sich falsch entwickelt? Nun ja, mir ging es damals nicht so.
Es heißt außerdem, dass Kinder, die viel fernsehen oder im Netz surfen und zocken, oftmals einen niedrigeren Bildungsstand haben. Sie lernen angeblich schlechter, da deren Gehirne sich im REM-Schlaf (Tiefschlaf) nur auf Games und Filme, die vor dem Schlafen gesehen wurden, konzentrieren und nicht auf den Stoff der nächsten Klassenarbeit. Jetzt sind die Zehnjährigen also zusätzlich dumm und leiden unter Schlafmangel... Ging mir irgendwie auch nicht so.
Was für eine große Gefahr das Internet in Bezug auf Chatten und so ist, erwähne ich lieber gar nicht, sonst bekommt ihr alle noch PC-Verbot.
Für die jüngere Generation reichen diese Argumente natürlich nicht aus. Sicher haben diese Medien ein gewisses Suchtpotential, aber zum einen ist dafür nicht jeder anfällig und zum anderen hat man genau dafür Eltern, die das verhindern.
Unsere liebsten Games haben außerdem Vorteile: Unsere Reaktionszeit wird verbessert und wir können lernen, unter Zeitdruck gute Entscheidungen zu treffen. Außerdem wird unser strategisches Denken geschult. Na sowas... man könnte fast schon behaupten, die Games hätten didaktisches Potential.
Auch Internet und Fernsehen haben gewisse Vorteile. Es gibt viele Wissenssendungen, die oftmals sogar kindgerechte Erklärungen beinhalten und das Allgemeinwissen schon früh schulen. Dank Wissen macht Ah! weiß ich zum Beispiel die Herkunft einiger Sprichwörter und bei Willy will's wissen habe ich eine Menge über Kanäle gelernt. Das waren jetzt nur zwei Beispiele.
Durch Programme, die speziell für kleinere Kinder gemacht wurden, kann deren Sprachschatz trainiert werden. Oftmals sind diese Programme auch mit einer gewissen Wissensaneignung verbunden. Rucksack - Backpack. Diese Zeile wird uns allen im Gedächtnis bleiben. Außerdem kann auch das Moralempfinden der Kids trainiert werden. Ich denke da gerade an Swiper, nicht klauen! Außerdem gibt es sogar Nachrichten, die kindgerecht sind, wo viele politische Dinge und so erklärt werden, logo.
Das wahrscheinlich Beste am Internet, neben der Tatsache, immer die neuesten Meldungen auf der Startseite zu haben, ist die Möglichkeit der schnellen Informationsbeschaffung. Noch nie gab es die Möglichkeit, so viel Wissen auf "einen" Blick zu haben - zu Hause, ohne große Umstände und fast kostenlos. Schon klar, das Internet ist für uns alle Neuland... Tut mir leid. Nein, Spaß beiseite. Ich denke, dass die Frage an der Sache eher ist, wie man diese Medien nutzt. Es ist gut, Eltern und Kinder über Gefahren von Facebook, Call of Duty und DSDS aufzuklären, aber es ist keine Lösung ihnen quasi Angst davor zu machen. Sicherlich gibt es Gefahren, aber wo gibt es die nicht? Es wäre das Gleiche, allen zu erzählen, dass man nicht Flugzeug fliegen sollte, da vor kurzer Zeit wieder mal eins zu schnell nach unten gekommen ist. Es gibt immer und überall Gefahren und Risiken und die Kunst ist es, damit richtig umzugehen. Es hilft auch den Eltern nicht, ihren Kinder meinetwegen sogar Verbote aufzustellen, denn verbotene Früchte schmecken am Besten. Das ist seit Menschengedenken so und wird sich auch nicht ändern. Der Umgang mit den neuen Medien gehört in den Alltag, oder bin ich die einzige Person, die oft mal im Internet was macht? Bei guter Erziehung wissen Kinder von allein, dass man seine Adresse nicht überall angeben sollte und dass COD nicht der Realität entspricht. Sie sollten von allein so kritisch denken und wissen, dass es auch ein Reallife gibt - offline, versteht sich. Trotzdem ist es gut, mit neuen Medien in Kontakt zu sein, da man so auch eine gewisse Selbstständigkeit erlangt und nicht immer alles bei Mami und Papi nachfragen muss.

So Leute, hier seht ihr eine Übung für meine anstehende BLF im Fach Deutsch, 90 Minuten Zeit, mit vorgegebenen Materialien, deren Argumente auch in den "Leitartikel" eingebracht werden sollten.... Ich dachte, dass das echt was für den Blog ist. Diskutiert ruhig mit mir.

Kann Religion zum Weltfrieden beitragen?

Anknüpfend an meinen Beitrag vom letzten Sonntag, werde ich mich heute noch einmal mit dem Thema Frieden auseinander setzen.
Als ich diese Frage letztens im Unterricht gestellt bekam, war meine Antwort sofort "nein". Warum? Islamisten. War das jetzt böse? Ups.
Nein, aber mal ehrlich: Ich glaube, dass sehr viele Kriege sogar durch die Religion verursacht werden. Okay, die Religion kann natürlich nichts dafür, aber wie viele Glaubenskriege gibt es denn bitte auch heute noch?
Außerdem ist der Mensch wohl irgendwie so geschaffen, dass er das, was ihm fremd ist, entweder akzeptiert oder es vernichten will. Glaubt ihr nicht? Mir kommt es so vor.
Sicherlich könnte die Religion zum Weltfrieden beitragen, allein schon wegen der in fast allen Religionen ähnlichen zehn Geboten. "Du sollst deinen nächsten lieben.", "Du sollst nicht töten.", ... und so weiter und so fort. Aber sind die nicht auch alle frei interpretierbar. Man kann doch genauso sagen, dass das Gebot bezüglich des Tötens nur für Angehörige der gleichen Religion gilt und schon sind die Glaubenskriege aus der Sache raus.
Ich kenne mich allerdings auch sehr wenig mit Religionen aus. Ich weiß natürlich, was die Feiertage im Christentum sind, weil das zum Allgemeinwissen gehört, aber mehr weiß ich darüber auch nicht, da ich dieser Religion nicht angehören will. Ich habe nichts gegen Christen, keineswegs, aber ich konnte schon als Kind nichts mit der ganzen Geschichte um Jesus anfangen und das wird sich auch nicht mehr ändern.
Andere Religionen wie Judentum, Islam, sowie Hinduismus und Buddhismus können mir auch fern bleiben. Ich unterscheide Menschen nicht durch Religionen und aus diesem Grund ist es mir mehr als egal, welcher Religion ein Mensch angehört. Trotzdem gibt es nichts, was ich langweiliger finde, als mir die Lehre irgendwelcher Religionen anhören und merken zu müssen, die mich einfach nicht interessieren. Jetzt wisst ihr, was mich am Ethikunterricht so nervt.
Religionen sind eine reine Interpretationssache und aus diesem Grund wird es sowieso immer irgendwelche Probleme deshalb geben.

Life goes by.

Mir ist gestern Abend etwas aufgefallen, das ich gern erzählen würde. Zwar geht es dabei um mich persönlich, aber ich habe eine Botschaft, die sicherlich jeden ansprechen kann.
Ich zitiere mich mal kurz:
"Es ist einfach der Punkt, dass ich nicht das Leben führe, das ich führen will und führen könnte. Mit jeder Sekunde verstreicht ein Stück wertvolle Zeit vom Leben und ich verbringe sie nahezu tagtäglich damit, darauf zu warten, dass endlich etwas passiert. Ich warte darauf, dass irgendjemand vor meiner Tür steht, bei mir klingelt und sagt: "Komm runter, wir machen jetzt was." Ganz spontan. Ohne irgendeinen Grund. Einfach machen und dabei die Zeit vergessen. Es gibt so viele Dinge, über die ich reden will, aber ich tue es nicht, weil ich mich nicht traue; dabei sind es so banale Sachen. Es ist so schlimm, dass wir einfach dasitzen und die Möglichkeiten, die wir haben, an uns vorbeigehen lassen, ohne sie wahrzunehmen. Wir sind jung, haben keine Pflichten und verbringen trotzdem unseren ganzen Tag in der Schule und im Bett. Entspannen können wir, wenn wir alt sind, weil wir da nichts anderes mehr so unbeschwert tun können, wie jetzt. Dann sind wir physisch schwächer und vieles gestaltet sich weitaus schwerer, als jetzt. Ich will was erleben, ich will Spaß haben... nur leider geht das nur mit den richtigen Leuten." Die meisten sind einfach so langweilig und wollen nie was machen. Mag sein, dass es auch daran liegt, dass es zur Zeit sehr kalt draußen ist und man generell weniger macht, aber das spielt jetzt keine Rolle. Auch da könnte man Möglichkeiten finden, wenn man es denn wöllte. 
Ich denke, diese Zeilen sprechen für sich. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich zur falschen Zeit am falschen Ort bin. Ich lebe mehr oder weniger in den Tag hinein und mache nichts, obwohl ich jung bin und eigentlich keine großen Pflichten zu erfüllen habe. Uns allen stehen im Prinzip alle erdenklichen Möglichkeiten offen und wir lassen sie einfach nur an uns vorbeiziehen, weil wir einfach nichts tun wollen.
Was ist mit der Spontaneität passiert? Wo sind diese Zeiten geblieben, in denen man einfach bei Freunden geklingelt hat und dann draußen irgendeinen Mist gemacht hat? Wie Kid Rock so schön singt: "It's the simple things in life like when and where". Warum machen wir es uns immer so kompliziert? Wenn ich mit meinen Eltern oder auch meinen Großeltern darüber rede, wie sie ihre Freizeit im Jugendalter verbracht haben, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Die hatten nicht die Möglichkeit, sich per WhatsApp irgendwas auszumachen; da musste man spontan sein. Es heißt ja immer "meine Eltern sind langweilig" und so, aber eigentlich sind wir die langweilige Generation. Wir hocken den ganzen Tag am Internet und kriegen es nicht einmal auf die Reihe, ordentliche Konversationen im Reallife zu führen. Wo sind die Zeiten hin, in denen man einfach nur da war und irgendwas mit Freunden gemacht hat, ohne dabei über irgendwelche Probleme nachzudenken? Wie oft werden wir noch die Möglichkeit bekommen, einfach für ein paar Stunden mit den Menschen, die wir gern haben, aus dem Alltag zu entkommen und irgendetwas total Abgefahrenes zu machen? Was wollen wir bitte später unseren Kinden von unserer Jugend erzählen? Kinder wollen Geschichten von verrückten Erlebnissen hören und nicht davon, wie man bei Instagram zum ersten Mal 1ooo Likes bekommen hat. Wir sind allesamt zu träge.
Wie lange haben wir noch die Möglichkeit, mal eben alles stehen und liegen zu lassen und so ganz spontan irgendwo hin zu fahren? Im übertragenen Sinne wachen wir morgen auf und sind erwachsen. Dann müssen wir uns dem grauen Alltag hingeben, jeden Tag zur Arbeit gehen und haben nicht mehr die Freizeit, die wir jetzt haben.
Ich bin gerade in so einer Phase, in der ich sehr oft über sowas nachdenke, weil ich in näherer Zukunft aus meiner Klasse raus bin und da dann auch sehen werde, wer nun wirklich ein Freund war und wer nicht. Wenn die 1o. Klasse zu Ende geht, wird logischerweise auch die Klasse aufgelöst. Einige wird man nie wiedersehen, außer der Zufall spielt mit, mit anderen wird man hin und wieder im Kurs sein und zu den wenigsten wird tatsächlich eine Freundschaft bestehen bleiben. Spätestens, wenn man das Abi dann hat, wird das Leben um einiges komplizierter. Man muss sich dann um immer mehr Dinge kümmern und findet immer weniger Zeit für die Dinge, die man gerne tun würde. Irgendwann wird man dann dasitzen und denkt sich so 'ach hätte ich doch...'
Also warum zum Teufel nutzen wir unsere Möglichkeiten nicht?

Das Gefühl vom Dazugehören.

Früher oder später lernt man, dass es Dinge im Leben gibt, die man schlicht und ergreifend nicht haben kann. Diese unerreichbaren Dinge sind aber in den seltensten Fällen materiell. Was ich gerade meine, ist die emotionale Zuneigung anderer oder eher bestimmter Menschen. Irgendwann kommt der Tag, an dem man realisiert, dass es im sozialen Umfeld Gruppen gibt, denen man nie angehören kann; egal, wie sehr man es sich wünscht und wie viel man dafür tut. Man fängt an, das so hinzunehmen, wie es eben ist, weil einem nichts anderes übrig bleibt und fühlt sich minderwertig.
Ich hatte auch mal den Wunsch, einer "Clique" anzugehören und habe immer wieder versucht, dies auch zu erreichen. Dabei habe ich so ziemlich alles geschafft, außer gemocht zu werden. Ich glaube, ich wurde nicht einmal akzeptiert. Ich wurde belächelt, wenn ich sprach. Hin und wieder verdrehte auch mal einer oder eine die Augen. Ich wollte dabei so gern zu dieser Gruppe dazugehören, aber anscheinend war ich mit diesem Wunsch allein. Ich habe nicht verstanden, warum die anderen mich nie akzeptierten oder gar mochten. Ich konnte reden wie sie, mich kleiden wie sie und mich sogar für die gleichen Dinge "interessieren", wie sie, aber das alles half mir nicht. Ich wurde einfach nicht akzeptiert, beziehungsweise in die Gruppe "aufgenommen". Es war einfach nicht möglich, ein Mitglied dieser Gruppe zu sein. Das war wirklich überhaupt nicht verständlich für mich und ich fühlte mich, wie bereits erwähnt, minderwertig, weil es eben so die "Coolen" waren, die sich mit allen gut verstanden und so. Und ich war eben nicht cool genug, um dazu zu gehören. Mir blieb nichts anderes übrig, als es zu akzeptieren, aber warum ich dort nicht akzeptiert wurde, habe ich bis heute nicht verstanden. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich vielleicht zu 'intelligent' war. Das heißt nicht, dass ich mich für besonders schlau halte, aber ich hatte schon recht früh Interesse am echten Leben und hatte deshalb eine bessere Allgemeinbildung, als andere in meinem Alter. Das kommt natürlich nicht überall gut an.
Bei der nächsten Gruppe wollte ich beispielsweise nie dazugehören, tat es aber schon nach kurzer Zeit. Ich fühlte mich dabei aber gar nicht wohl. Irgendwann kam mir dann in den Sinn, dass es vielleicht wirklich keine Gruppe in meinem sozialen Umfeld gibt, die meine Interessen, oder wenigstens ein paar davon, teilt. Ich war immer irgendwie ein Außenseiter, weil ich aus anderen Familienverhältnissen kam und auch in anderen Beziehung oftmals nicht mitreden konnte. Ich begriff, dass ich mir selbst ein Freund sein musste und als ich das tat, fiel mir auf, dass es mir auch nichts brachte, irgendjemandem hinterher zu rennen. Ich nahm es so hin, wie es eben war und versuchte auch nicht mehr, krampfhaft irgendeiner Gruppe anzugehören. Der einzige Grund, warum ich das überhaupt mal wollte, war, dass ich eben oft allein war, was natürlich gerade in der Schule echt unpraktisch sein kann. Ich realisierte, dass ich der bessere Einzelgänger bin und es machte mir auch nichts mehr aus, dass es Menschen gab, denen ich nicht "normal" genug war. 
Das Letzte, was ich jetzt tun würde, ist, mich anpassen. Das ist der Grund, warum ich auch oftmals als arrogant abgestempelt werde. Wenn ich eines nicht bin, dass ist es das, aber ich lasse die anderen reden. Deren Meinungen interessieren mich nicht mehr. Ich bin eine Gruppe für mich und in diese Gruppe wird nie jemand außer mir gehören können.
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