Posts mit dem Label Gedanken. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedanken. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Paranoia

Kannst du dir vorstellen, wie es ist, nachts nicht schlafen zu können, weil du von deiner Angst verfolgt wirst? In einer Gruppe von Menschen kannst du entspannt sein und machst dir keinen Stress, aber sobald du allein bist, fängst du an, alles so genau wie nur irgend möglich zu beobachten.
Wenn du zu Bett gehst, schließt du alle Fenster und Türen, um dich sicher zu fühlen. Neben deinem Bett liegt ein Messer – nur so für den Fall. Sollte dir irgendwer zu nahe kommen, kannst du dich wehren.
Weißt du, wie man sich fühlt, wenn andere sich über dieses Trauma lustig machen und man an jeder dunklen Ecke „Buh!“ hört? Sie wollen dich erschrecken, weil sie es lustig finden und es ist ihnen absolut egal, was sie damit bei dir auslösen können. Es interessiert sie nicht, dass sie dir damit den Anfall deines Lebens verpassen könnten.
Aber das ist sie nicht – die Angst. Das ist keine Angst. Das, woran du leidest, hat nichts mit Schwäche zu tun. Die Ursachen deiner panischen Attacken liegen manchmal in der Kinderwiege eines Menschen. Manche Menschen behaupten, man könne sie hinter sich lassen. Spürst du die Ironie? Sie wird dich immer verfolgen und das kannst du nicht so einfach ändern. Wann immer du denkst, allein zu sein, wird sie dich besuchen kommen und dir zeigen, wie sehr du sie zum Leben brauchst. Wenn sie nicht da ist, fühlst du dich leer und wirst sie selbst suchen.
Wenn es dich einmal getroffen hat, wirst du anfangen, überall nach ihr zu suchen. In der Schule, auf der Arbeit, vor deinem Haus,  vor der Tür deines Nachbarn; einfach überall. Und du wirst sie überall finden. Sie wird dich nicht verlassen.
Jeder Versuch, ihr zu entkommen, ist zwecklos; genauso zwecklos, wie der Versuch, zu auszutricksen. Du kannst dir noch so viel einreden, aber du wirst immer irgendwo den Serienmörder sehen und wieder daran verzweifeln. Du kannst dich nicht sicher fühlen. Manchmal kannst du in deinem eigenen Bett nicht schlafen, weil du jemanden im Zimmer vermutest. Und dann weißt du, wer da ist – sie. Sie wird dich nie allein lassen.

Dorf vs. Stadt?

Widmen wir uns doch heute mal einem Thema, das mir in letzter Zeit ziemlich oft untergekommen ist.
Es ist inzwischen kein großes Geheimnis mehr, dass ich seit meiner Geburt in Dresden lebe und es seither nicht wirklich weit weg von dort geschafft habe. Ich bin also an das Leben in der Stadt gewöhnt und kann mir ehrlich gesagt auch kaum etwas anderes, als das Stadtleben für mein persönliches Wohlbefinden vorstellen.
In letzter Zeit habe ich allerdings immer mehr mit dem Leben auf dem Dorf zu tun, obwohl das nicht zwingend meinem Stil entspricht.
In meiner Klasse hatte ich wenige Mitschüler, die jeden Morgen aus der an Dresden angrenzenden Gemeinde zu uns in die Schule gefahren sind, weil es bei ihnen kein Gymnasium gibt. Sie wurden grundsätzlich ausgelacht, weil sie vom "Dorf" kamen... Von daheim brauche ich eine viertel Stunde, um mit dem Bus in dieses "Dorf" zu fahren. Insofern sprechen wir hier weniger vom Dorf, sondern eher von den typischen Suburbs.
Ein Kumpel von mir hat eine Freundin, die auf dem Dorf wohnt und zu allem Überfluss ist mein Opa vor Kurzem auch nach Jahren in der Stadt zurück aufs Dorf gezogen.
Nun hielt ich es für eine gute Idee, ihn besuchen zu fahren und ich muss sagen, dass es eigentlich echt angenehm ist, hier zu sein. So ganz objektiv betrachtet, kann ich wirklich verstehen, dass es Menschen gibt, die freiwillig aufs Dorf ziehen.
Kommen wir nun also zum idealen Duell von Dorf und Stadt...

Vergleichskriterium #1: Die Mentalität der Menschen
In der Stadt kann es durchaus vorkommen, dass man nicht einmal weiß, wer sein Nachbar ist, während das Leben auf dem Dorf von einem unglaublich freundschaftlichen Verhältnis untereinander geprägt ist. Ich war schwimmen und als mein Opa mich abgeholt hat, saß er beim Inhaber der Imbissbude und unterhielt sich mit ihm über die Leute, die er von früher kannte, obwohl er den Verkäufer gar nicht wirklich kennt. Auch ich habe mich sofort sehr freundlich mit ihm unterhalten können. Er erzählte mir davon, was man hier in der Gegend alles machen kann und war auch sehr interessiert an meinen Erzählungen über die Stadt. Er sagte zum Beispiel, dass es hier Standard ist, "Hallo" und "Tschüss" zu sagen, wenn man ins Bad oder in eine Kneipe kommt. Das sind Dinge, die ich nicht kenne. In der Stadt lebt man im Stress und rennt quasi von einem Termin zum Nächsten und die Leute sind oft unhöflich und egoistisch.
... 1:0 fürs Dorf!

Vergleichskriterium #2: Unterhaltung
Beurteile ich das, was ich hier auf dem Dorf gesehen habe, muss ich sagen, dass die Möglichkeiten hier nicht weniger sind, als die in Dresden. Die Touristen hier wollen vor allem eines: Wandern. Das ist nun eine absolute Geschmackssache... Die Wanderwege hier werden sehr gelobt. Es gibt viele Bergwege und auf den Bergspitzen sind oftmals schöne Kneipen und kleine Restaurants, aber ich hasse wandern.  Ich bin im Sommer sehr interessiert am Schwimmen und das ist hier weitaus angenehmer, da die Bäder nicht so überfüllt sind. Es gibt hier auch einen schönen Kletterwald. Dann war ich in einem sehr schön eingerichteten Heimatmuseum, obwohl ich nicht weiß, wie die in Dresden so sind.
Gestern war ich auf einem Rummel, auf dem weitaus mehr los war, als auf dem in Dresden.
Prinzipiell gilt aber trotzdem, dass die Möglichkeiten in der Stadt überwiegen. Es gibt Konzerte, Festivals, Shoppingmöglichkeiten und so weiter. Das kann man auf dem Dorf natürlich vergessen. Bis auf die Wanderwege hat das Dorf also leider rein theoretisch nichts zu bieten, was die Stadt nicht auch bieten kann. Mein Punkt geht an die Stadt, aber es handelt sich hier um eine klare Geschmackssache!
... 1:1!

Vergleichskriterium #3: Öffentliche Erreichbarkeit und Mobilität
Hier fahren vier Buslinien. Bisher habe ich aber nur einen Bus hier gesehen und das war der, mit dem ich gefahren bin... ansonsten ist hier Funkstille. Mein Opa sagt immer, dass man ohne ein Auto aufgeschmissen ist. Vorteilhaft ist, dass hier alles recht nah beieinander liegt und man viel zu Fuß erreichen kann, jedoch kostet das natürlich sehr viel Zeit. Es gibt hier auch noch einen Zug, der im Stundentakt in die nächste Stadt fährt. Es gibt also zumindest theoretisch eine mobile Anbindung, wenn auch nur selten und tagsüber. Ich habe hier zu meinem persönlichen Leidwesen auch leider nie ordentlichen Handyempfang.
Ich denke, dass wir hier nicht weiter über die Stadt reden müssen. Allein Dresden hat ein sehr komplexes Liniennetz, was sogar in der Nacht noch recht gut zu nutzen ist. Die mobile Anbindung in der Stadt ist also definitiv besser. Hier gibt es guten Handyempfang, aber ich hatte es schon oft, dass hier das Netz überlastet war.
... 1:2 für die Stadt!

Vergleichskriterium #4: generelle Versorgung
Bei mir daheim ist alles, was das Herz begehrt, schnell und unkompliziert erreichbar. Zehn Minuten zu Fuß und ich habe zwei Lebensmittelläden, einen Rossmann, eine Sparkasse und einen Pfennigpfeiffer. Brauche ich neue Klamotten, bin ich mit der Bahn in zehn Minuten in der Stadt. Der nächste Baumarkt (den ich eigentlich nie brauche), ist mit dem Bus höchstens zwanzig Minuten entfernt. Es gibt auch überall Ärzte, falls mal gesundheitliche Probleme auftreten sollten.
Auf dem Dorf habe ich es wie folgt beobachtet: Es gibt ein paar Bäcker, einen Dönerkebab, zwei Nettos und einen unglaublich teuren Baumarkt - für den Rest muss man in die Stadt fahren. Es gibt hier allerdings auch zwei Banken, eine Poststelle und Kirchen. Tankstellen gibt es hier in der Gemeinde leider nicht... Macht nichts; hier fahren alle zum Tanken nach Tschechien.
Hier gilt also im Endeffekt wieder die Aussage meines Opas: Ohne Auto ist man hier aufgeschmissen.
...1:3 für die Stadt!

Fazit
Nach den Punkten zu urteilen, ist das Stadtleben natürlich besser - wie zu erwarten war. Trotzdem muss ich sagen, dass ich persönlich das Dorfleben mittlerweile fast schon lieb gewonnen habe. Man lernt hier auf jeden Fall, Prioritäten zu setzen und die kleinen Dinge im Leben zu schätzen. Der schlechte Handyempfang hat mich hier zum Beispiel überhaupt nicht gestört, weil ich mich so viel in der Umgebung umgeguckt habe und ständig was unternommen habe. Mich nervt hier dafür aber, dass ich fast überall hin laufen musste, weil ich kein Auto habe (und es im Übrigen auch nicht bedienen kann...). Zwar hält es fit, aber auf Dauer wäre es nicht mein favorisierter Lebensstil. Für mich spielt Mobilität eine große Rolle, weil ich einfach sehr spontan bin.
Einen großen Bonuspunkt bekommt wie gesagt die Mentalität der Menschen hier - sowas erlebt man in der Stadt einfach nicht.
Ich würde mein Stadtleben nicht gegen das Leben auf dem Dorf eintauschen, jedoch liebe ich es, hier Urlaub zu machen, weil es wirklich entspannt.

Abschied

Es ist nun schon eine Weile her und ich hatte die Zeit, mich langsam zu fassen. Inzwischen weine ich nicht mehr so viel, wie am Anfang; es fühlt sich an, als wäre das alles richtig so. Ich denke wieder an das, was bald kommt und nicht mehr an das, was ich vermisse. Du kannst mir glauben, ohne dich ist hier alles anders. Die letzten Wochen, die ich an deiner Seite verbracht habe, habe ich genossen. Ich hatte ein schlechtes Gefühl, wenn ich dich an einem Tag nicht gesehen habe. Ich habe gewusst, dass unsere Zeit bald endet und dass wir uns schon bald nicht mehr sehen würden.
Kaum zu glauben... Ich hatte Recht. Ich wusste einfach, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis diese schöne Zeit ihr Ende finden sollte.
Ich war nicht die Person, die allem ein Ende gesetzt hat. Das warst du. Du ganz allein. Ich bin stolz auf dich. Wirklich. Ich wusste schon lange, dass du das alles nicht mehr ertragen konntest. Du kannst dir aber nicht vorstellen, wie viele Tränen ich verloren habe, als es endlich vorbei war. Ich habe mich für dich gefreut, aber ich selbst war unglaublich traurig. Ich denke immer noch jeden Tag an dich und an alles, was wir zusammen gemacht haben. Es war eine so schöne Zeit für mich und ich hoffe, dass sie für dich nicht weniger schön war.
Ich will nicht länger dem hinterherweinen, was passiert ist. Ich hasse die Menschen, die dich da hingebracht haben, wo du warst, als ich dich zum letzten Mal gesehen habe.
Ich hoffe für dich, dass du dich jetzt besser fühlst. Ich bin mir fast sicher.
Ich weiß, dass wir uns irgendwann wiedersehen werden - es wird nur noch sehr lange dauern. Doch wenn es soweit ist, werde ich es zu schätzen wissen.
Du bist nicht von mir gegangen; du bist mir nur einen Schritt voraus.

Leben wir in einem aufgeklärten Zeitalter?

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“ – So schrieb es der Philosoph Immanuel Kant vor mehreren Jahrhunderten nieder. Doch was bedeutet das eigentlich? Leben wir heute in einem aufgeklärten Zeitalter?
Darauf gibt es keine direkte Antwort. Wir leben in einem Zeitalter der Information; in einem Zeitalter des Fortschritts, aber ob es wirklich ein aufgeklärtes Zeitalter ist, in dem wir gerade leben, muss man ordentlich abwiegen.
Wir Menschen haben einen enormen Drang nach Neuentdeckungen – nach der absoluten Aufklärung. In unserer Welt gibt es etliche Forschungszentren, wo ständig neue Dinge entdeckt und erfunden werden, die unseren Lebenskomfort enorm erhöhen.
Des Weiteren wird uns Menschen ein unendlicher Drang nach Wissen in die Wiege gelegt. Wir haben eine Vielzahl an Möglichkeiten, um uns dieses Wissen von klein auf anzueignen. Es gibt heute unglaublich viele Bibliotheken und Enzyklopädien, in denen es das nahezu „unendliche“ Wissen gibt. Heute haben wir außerdem Wege, wie das Internet, um uns zu jeder beliebigen Zeit und zu jedem beliebigen Thema Argumente, Meinungen und Fakten einholen zu können. Außerdem gibt uns das Internet die Möglichkeit, immer auf dem neuesten Stand zu sein – egal, worum es geht.
Eine weitere Sache, die dafür spricht, dass wir in einem aufgeklärten Zeitalter leben, ist unsere Bildung, die allerdings nicht überall auf der Erde ermöglicht wird. In den zivilisierten Ländern haben wir allerdings die Möglichkeit und teilweise sogar die Pflicht, zur Schule zu gehen und uns dementsprechend zu bilden. Wir erlangen kostenlos eine weitreichende Allgemeinbildung und damit ein Stück Aufklärung, nämlich Wissen. Die Bildung selbst ist ein Faktor der Aufklärung.
Obwohl wir nach Bildung und Aufklärung streben, beginnt die Einschränkung unseres Geistes schon im Kindesalter. Uns wird von unseren Eltern, später von den Kindergärtnern und Lehrern, eine Sicht der Moral – von Richtig und Falsch – übermittelt, die wir akzeptieren, ohne sie zu hinterfragen. Wenn nun Mama sagt: „Du darfst nicht so laut rufen, dass du diese Frau da nicht schön findest“, dann akzeptiert das Kind dieses und merkt es sich, ohne zu hinterfragen, warum das falsch war und warum es das zukünftig nicht mehr tun sollte. Das Kind wird es einfach in der Zukunft berücksichtigen.
Wie viele Menschen beten jeden Abend den „lieben Gott“ an, obwohl es keine Beweise für seine Existenz gibt? So viele Menschen sind auch heute noch religiös, obwohl eine Existenz eines jeden Gottes nicht nachgewiesen werden kann. Trotzdem glauben diese Menschen daran, dass deren Gott die Welt erschaffen hat, obwohl eine Evolution wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Wir Menschen glauben an Vieles, ohne zu wissen, ob es wahr ist. Wir suchen gar nicht erst nach einer Lösung der Probleme oder nach einer Erkenntnis. Wir glauben das, was wir gehört haben, weil uns die Unwissenheit gefällt. Wir wollen es nicht hinterfragen, weil das, was wir wissen, schöner klingt, als die Wahrheit. Wir Menschen neigen zu schnell dazu, Dinge einfach zu glauben, anstatt darüber nachzudenken.
Ein weiteres Beispiel dafür, dass wir in keinem aufgeklärten Zeitalter leben, ist das Vermeiden gewisser Themen, wie beispielsweise dem Tod. Wir fürchten den Tod unserer Geliebten, genauso, wie wir unseren eigenen Tod fürchten, obgleich wir wissen, dass der Tod etwas vollkommen Natürliches und gleichzeitig ein unvermeidbarer und unumgänglicher Teil unseres Lebens ist.
Als meine Großmutter vor wenigen Tagen ihr Leben hinter sich ließ, war ich unglaublich traurig, weil ich wusste, dass ich sie nie wieder sehen würde. Wenige Tage darauf war die Verabschiedung von ihr, wo sogar ihre Schwester aus dem Saarland kam, um sich von ihr zu verabschieden. Als ich dann dort in diesem Raum saß und die Leiche meiner Großmutter anstarrte, während mir eine Träne nach der anderen über das Gesicht lief, verstand ich, warum wir Menschen den Tod so fürchten. Wir fürchten die Endgültigkeit und dieses Unbekannte nach dem Tod.
Genauso wie den Tod, meiden wir andere vollkommen normale Themen, wie beispielsweise den Stuhlgang, obwohl auch dieser ein sehr wichtiger und natürlicher Teil unseres Lebens sein sollte.
So komme ich zu dem Entschluss, dass wir heutzutage zwar enorme Möglichkeiten in der Entwicklung, dem Fortschritt und der Bildung haben – die uns zum Licht Aufklärung verhelfen – aber auch, dass wir trotz dieser Möglichkeiten stellenweise zu faul sind, um uns an unserem eigenen Verstand zu bedienen und selbst Dinge zu hinterfragen. So halten wir am Dunkel der Unwissenheit fest. Das heißt, dass wir noch lange nicht in einer aufgeklärten Welt leben. In dieser leben wir erst, wenn auch der letzte Mensch dieser Erde sich freiwillig an seinem eigenen Geist und seinem Denkvermögen bedient und nicht alles glaubt, was er hört, sieht oder liest.

Wir leben in einer informierten Welt des Fortschritts und der Aufklärung, aber wir sind nicht vollkommen aufgeklärt.

Freundschaft und Egoismus im Zwiespalt

Die Freundschaft ist ein Thema, welches auch schon vor unserer Zeitrechnung Menschen beschäftigt hat.
„Einen sicheren Freund erkennt man in unsicherer Sache.“
                                      – Marcus Tullius Cicero (107-43 v. Chr.)
Aber nicht nur der römische Politiker Cicero hatte ein kritisches Auge auf die wahre Freundschaft. Der im letzten Jahr verstorbene deutsche Schriftsteller Siegfried Lenz thematisiert den Zwiespalt zwischen Freundschaft und Selbstsucht beispielsweise in seinem Roman Deutschstunde aus dem Jahr 1968. Das folgende Zitat einer britisch-amerikanischen Schauspielerin bringt die Problematik der Freundschaft, wie sie in Lenz‘ Roman auftaucht, eindeutig zur Schau:
            „Echte Freunde zeigen sich, wenn du in einen Skandal verwickelt bist.“
                                                                       – Elizabeth Taylor (1932-2011)
Die Freundschaft ist – besonders in unserer heutigen Gesellschaft – etwas, was uns eher Probleme bringt, anstatt uns Freunde zu machen. Wenn ich an meinen bisherigen Werdegang zurückdenke, fallen mir spontan einige bittere Enttäuschungen ein, die im nahen Zusammenhang mit erloschenen Freundschaften stehen.
Abgesehen von den vielen Reinfällen, die die Freundschaft im Leben mit sich mitbringen kann und wird, hat sie auch eine wunderbare Seite. Manchmal ist die Freundschaft ungefähr so schön, wie eine dreckige Pfütze auf dem Boden an einem verregneten Tag, aber manchmal strahlt sie auch wie eine wunderschöne Rose im Frühling.
Ob nun die schöne oder die traurige Seite der Freundschaft im Leben mehr lastet, werde ich nun einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen.
Das große Problem an der Freundschaft ist, dass viele Menschen sehr selbstsüchtig sind und irgendwann im Verlauf der Freundschaft ihr eigenes Wohlergehen vor das des Freundes setzen. Meist ist eine solche Handlung das symbolische Todesurteil der oftmals auch langjährigen Freundschaft.
So heißt es immer, dass man sich niemals blind auf eine andere Person verlassen sollte, weil man es früher oder später bereuen wird. Eine wahre Freundschaft erkennt man daran, dass sie harte Zeiten übersteht. Leider gibt es auf dieser Welt sehr viele Verräter, die sich in genauso einer harten Zeit nicht auf die Seite ihres Freundes stellen, weil Werte wie Ehre und Loyalität am Aussterben sind. Mein bester Freund musste eine solche Erfahrung vor gar nicht allzu langer Zeit machen. Wir haben beide einen sehr großen Bekanntenkreis, aus dem sich sehr viele unsere Freunde nennen wollen. Als mein bester Freund sich dann in ein Mädchen aus unserem Bekanntenkreis verliebte und von ihr aber nur bitter ausgenutzt wurde, hatte plötzlich keiner mehr Verständnis für ihn. Alle standen hinter seiner Geliebten und er stand fast allein da. Ich war auf seiner Seite, weil ich sein Leid miterlebt hatte, aber alle anderen glaubten ihm nicht und mochten ihn nicht mehr wirklich. Er weiß seit dem, dass man vorsichtig sein sollte, wenn man einer Person sein Vertrauen schenken will. Für mich war dies der beste Beweis dafür, dass Werte wie Ehrlichkeit, Ehre und vor allem Loyalität in unserer heutigen Gesellschaft ihre große Rolle verloren haben.
Zusätzlich leben wir in einer oberflächlichen Welt des Konsumwahns. Wir nehmen durch unsere Umwelt unglaublich viele Reize auf, die uns zeigen, wie wir sein sollen. Ein Mensch in meinem Alter, der nicht wohlhabend ist, hat oftmals weitaus weniger Chancen auf neue Bekanntschaften, weil ein guter Charakter in der heutigen Zeit der sozialen Medien weniger Wert hat, als ein hübsches Gesicht, voluminöse Haare, Markenklamotten und ein teures Handy. Ich bin ein Mensch, der es gewohnt ist, eher primitiv zu leben, weshalb ich beispielsweise kaum Markenkleidung habe und zudem noch meist ungeschminkt aus dem Haus gehe. In den falschen Kreisen ist es mir schon oft passiert, dass ich aufgrund meines sehr primitiven Aussehens nicht akzeptiert wurde. Es ist logisch, dass solche Menschen keine echten Freunde sind und dass sie ihr eigenes Wohlergehen vor das Wohlergehen ihrer Freunde stellen würden, weil deren Interessen nur bei vielen Bekanntschaften liegen. Sie wollen viele „Gefällt mir“-Angaben bei Facebook, Instagram und Co. haben; soziale Netzwerke bringen dieses Phänomen unumgänglich mit sich.
Ein weiterer Punkt ist, dass viele Menschen wirklich viel zu selbstsüchtig sind und dadurch die Werte einer Freundschaft gar nicht erkennen können. Sie wollen, dass man ihnen immer zuhört und dass nur sie selbst im Mittelpunkt stehen. Sie denken einfach immer an sich und das bei jeder Gelegenheit. Es gibt auch Menschen, deren Egoismus nicht sofort deutlich wird, sondern erst, wenn sie sich entscheiden müssen, ob das eigene Wohlergehen oder das des Freundes wichtiger ist. Es gibt wenige Menschen, die sich für das Wohlergehen des Freundes entscheiden.
Obwohl ich selbst erst der Meinung bin, dass die Anzahl der falschen Freunde und der Verräter in unserer Gesellschaft weitaus mehr wiegt, als die Anzahl der guten Freunde, denke ich, dass die positiven Seiten der Freundschaft im Leben trotzdem überwiegen.
Viele Menschen werden nie Freunde finden, die ihnen gegenüber selbstlos handeln würden, weil sie selbst nicht in der Lage wären, dies für einen Freund zu tun. Wer lernt, im Leben nicht nur nehmen, sondern auch geben zu können und sich nebenbei noch von Vorurteilen befreien kann, wird andere Menschen treffen, die genauso leben und mit diesen vielleicht die eine oder andere wundervolle Freundschaft schließen. Was ich damit sagen will, ist, dass wer selbst kein guter Freund sein will und nur Ansprüche stellt, keine guten Freunde finden wird.
Viele Menschen sind auch aus einem anderen Grund daran schuld, dass sie keine guten Freunde in ihrem Leben haben. So viele Menschen können geben und tun dies auch liebend gern, aber sie vergessen dabei, ihren kritischen Blick gegenüber anderen zu behalten. Viele Menschen lassen sich leider sehr leicht und schnell ausnutzen, weil sie glauben, so mehr gemocht oder akzeptiert zu werden. Diesen Fehler habe ich selbst einmal gemacht. Ich wollte für alle da sein, um vielleicht irgendwann auch jemanden zu haben, der mir seine Hilfe anbietet. Ich wurde ausgenutzt und danach noch ausgelacht. Seit dem trete ich anderen Menschen sehr kritisch gegenüber und schenke nur den Menschen mein Vertrauen, die es verdient haben. Ein Mensch, der das perfekte Verhältnis zwischen Misstrauen und Vertrauen gegenüber beherrscht, wird ein guter Freund sein und auch gute Freunde finden.
Der schwerwiegendste Grund, weshalb ich die positiven Seiten der Freundschaft mehr wahrnehme, als die negativen, ist der, dass ich ein paar wenige, aber dafür unglaublich tolle Freunde in meinem Leben habe. Es sind Menschen, die schon lange ein Teil meines Lebens sind und die ich für nichts eintauschen würde. Ich weiß, dass ich mich auf jeden dieser Freunde blind verlassen könnte, weil sie es bei mir auch können. Wir haben eine gegenseitige Basis des Vertrauens aufgebaut, die nicht so einfach einstürzen wird. Ich bin mit jeder einzelnen dieser Personen durch schwere Zeiten gegangen und sie sind immer noch an meiner Seite. Das ist es, was Freunde ausmacht: Sie lieben einen Menschen so, wie er ist und man sucht sie nicht; man findet sie.
Es kann Jahre dauern, bis man Freunde gefunden hat, die zum eigenen Charakter passen, denn nicht jeder Charakter passt zu jedem. Auf jeden Fall ist aber sicher, dass ein wahrer Freund, wenn man ihn denn einmal gefunden hat, möglicherweise ein ganzes Leben lang an der eigenen Seite bleibt.
Auch wenn es so scheint, als ob der Egoismus in Freundschaften meist überwiegt, denke ich, dass ein echter Freund zumindest immer versuchen wird, nicht sich selbst zuerst in den Vordergrund zu stellen und obwohl viele Werte mittlerweile an Bedeutung verlieren, gibt es immer noch Menschen, die loyal gegenüber ihren Freunden sind und sich für sie einsetzen. Man muss sie nur finden.

Was ich selbst allerdings als ein großes Problem sehe, welches im engen Zusammenhang mit dem Egoismus steht, ist die Oberflächlichkeit, die in den letzten Jahren immer mehr zunimmt. Freunde erkennt man nicht am Aussehen, denn es sind die inneren Werte, die wichtig sind und nicht die äußeren. Wenn sich dies nicht ändert, verliert die Freundschaft irgendwann wirklich an Wert, weil alle Menschen nur noch auf Materielles fixiert sein werden.

Einfach nachdenken.

Es war einer dieser Tage, an denen ich bei strömendem Regen an meinem Schreibtisch saß und meinen Gedanken freien Lauf ließ.
Ich hatte in den letzten Monaten eine Menge gelernt und wusste, dass es Zeit war, meinen Kopf zu entleeren. In der letzten Zeit hatte ich eine riesengroße Last auf mich genommen, ohne es vorerst zu merken. Während meine Feder sich mit einem eleganten Schwung über das Papier schwebte, fiel mir auf, dass ich vor lauter Ballast im Schädel gar nicht mehr wusste, was ich denken sollte.
Ich hatte endlich etwas gefunden, woran ich mich festhalten konnte, obwohl ich nie danach gesucht hatte. Früher hielt ich mich an meinen Gedanken fest und verschwendete ganze Blöcke, aber heute sehe ich darin weniger Sinn, obwohl es mich immer glücklich gemacht hatte, zu schreiben. Mittlerweile brauche ich es nicht mehr, um meine Gedanken zu ordnen.
Trotzdem beschäftigte mich seit mehreren Tagen eine Frage, deren Antwort ich nur auf einem leeren Blatt Papier finden konnte. Es war die Frage, ob ich glücklich war. 
Ich überlegte stunden-, nein, wochenlang, bis mir einfiel, dass ich nicht wusste, wie sich dieser Zustand anfühlte. In meinem Leben war ich noch nie wirklich glücklich gewesen, oder zumindest stellte ich mir dieses Gefühl sehr anders vor, als das, was ich bisher gefühlt hatte.
Das Einzige, wo ich mich ein wenig gut fühlte, waren die Zeitpunkte, zu denen ich eine gute Menge Gras intus hatte. Dann fühlte ich mich immer so frei; fast unsterblich. Mit dem Ende meines Konsums verlor ich auch dieses Gefühl.
Alles, was ich hatte, war dieser eine Mensch. Mein großer Halt, mit dessen Verlust meine ganze Welt noch mehr zusammenbrechen würde. Sie besteht aus Ruinen und würde zerfallen in einen Haufen aus Schutt und Asche.
>>Die Ruinen, die ich hasse, sind die Ruinen in mir.<<

Das Übliche.

Ich glaube, dass es mal wieder an der Zeit ist, ein paar Dinge loszuwerden. Leider kommt bei mir in letzter Zeit Vielen zu kurz; auch oder eher besonders das Schreiben. Was soll ich auch groß schreiben? Soll ich darüber schreiben, dass mein bester Freund und ich irgendwie ziemlich abgestürzt sind und das lustig finden? Soll ich darüber schreiben, dass mich ein anderer eigentlich sehr guter Freund in letzter Zeit ziemlich fertig macht?  Wen interessiert denn dieser Müll? Das ist doch nichts, was hierher gehört. Ich weiß noch, wie ich mir vorgenommen habe, einen gesellschaftskritischen Blog zu machen. Wo bin ich jetzt? Ich philosophiere, poste Storys und werde immer persönlicher. Das war nicht mein Plan. Mein Plan war es, dass mein Blog groß wird; dass die Leute ihn lesen und endlich ihre Augen öffnen. Es sollte nicht um mich gehen, ich wollte egal sein.
Ich hatte mir vorgenommen, jede Woche mindestens einen Text zu posten... das kann ich nicht. Ich habe zur Zeit so viel Stress, dass ich auch einfach keine Lust darauf habe. Wenn ich dann mal Zeit habe, will ich mir nicht irgendetwas aus den Fingern ziehen müssen.
Ich liebe meinen Blog und ich freue mich auch immer über jeden neuen Leser und jeden Aufruf, aber vielleicht ist es einfach nötig, ein Pause einzulegen. Ich werde nicht weg sein; ich werde nur meine "Arbeitszeiten" ändern und nur noch dann posten, wenn ich inspiriert bin und ich auch etwas Sinnvolles mitzuteilen habe.
Ihr werdet von mir hören, aber erwartet nicht z
u viel. Ich werde auf jeden Fall weiterhin bei ask.fm aktiv sein, allerdings auch nicht täglich.
Meine Facebookpage wird eh nicht aktiv sein, da dort niemand aktiv ist.
Ich weiß, dass ein nicht bekannter Blogger so etwas nicht tun sollte, weil man dadurch natürlich immer einbüßt, was Leser angeht. Ich kann nur hoffen, dass ich wenigstens den einen oder anderen Leser habe, der das, was ich tue, mag und mir auch nach einer längeren Pause und meiner Abwesenheit "treu" sein wird.
In diesem Sinne: Haut rein.

>>Secret Storyteller<< 

Todgeweihte.

Es ist Jahre her, dass ich etwas komisch fand. Ich rede von einem Angst einflößenden Komisch und nicht dem Komisch, dass man etwas lustig findet.
Nun ging es mir zum ersten Mal in meinem Leben wirklich so, dass ich etwas mit meinem Wissen nicht erklären konnte; dass es mir nicht verständlich war. 
Mir geht seit Stunden ein Name durch den Kopf: Lincoln Burrows.
Hinter all dem, was du siehst, stecken Dinge, die du dir nicht einmal vorstellen kannst. Wir alle wissen so wenig. Wir glauben, dass wir Dinge wissen und verstehen, aber hinter jeder noch so interessanten Information stecken Ozeane an Wissen, die wir uns nicht einmal in unseren Träumen ausmalen würden.

Diese Welt ist so klein und das wird man, je älter man wird, immer mehr wahrnehmen. Das hier ist keine Serie und ich bin weder Michael, noch Lincoln, noch sonst wer, aber ich weiß, dass hier mehr läuft, als uns allen lieb ist.
Man lernt schnell, aufmerksamer durch die Welt zu gehen und man lernt auch schnell, dass man im Leben die ganze Zeit pokert. Man pokert mit dem Tod und dabei ist von Anfang an klar, wer am Ende die besseren Karten haben wird. Wir alle leben in einem riesigen Spiel, ohne es zu wissen.



Die "neuen" Medien - Fluch oder Segen?

Endlich ist die Schule aus, jetzt ist Entspannen angesagt - wenn da nicht die vielen Hausaufgaben und die Klassenarbeit morgen wären...
Also setzt man sich hin und fängt mit dem ganzen Kram an.
Fünf Kapitel aus dem Buch für Deutsch lesen. Die Lektüre ist langweilig... keine Lust. Man fragt also Google. Plötzlich sitzt man vor Facebook, Instagram und schreibt nebenbei noch per WhatsApp... dabei wollte man doch eigentlich lernen. Welcher Schüler kennt dieses Szenario nicht?
Unter Lehrern, Eltern, Psychologen und anderen höher gebildeten Menschen stellt sich schon seit längerer Zeit die Frage, wie gefährlich diese ganzen neueren Medien eigentlich für Jugendliche oder gar Kinder sind.
Experten führen eine Menge Argumente gegen neue Medien, besonders Games, an. Viele Games seien zu brutal, führen zu Wahrnehmungsstörungen oder Entwicklungsdefiziten. Man würde sich sozial isolieren, auf Gewalttaten abgestumpft werden und sich zusätzlich aggressiv verhalten. Ihr kennt diese Argumente. Es ist also so, dass jeder Zehnjährige, der COD spielt, aggressive Störungen hat und sich falsch entwickelt? Nun ja, mir ging es damals nicht so.
Es heißt außerdem, dass Kinder, die viel fernsehen oder im Netz surfen und zocken, oftmals einen niedrigeren Bildungsstand haben. Sie lernen angeblich schlechter, da deren Gehirne sich im REM-Schlaf (Tiefschlaf) nur auf Games und Filme, die vor dem Schlafen gesehen wurden, konzentrieren und nicht auf den Stoff der nächsten Klassenarbeit. Jetzt sind die Zehnjährigen also zusätzlich dumm und leiden unter Schlafmangel... Ging mir irgendwie auch nicht so.
Was für eine große Gefahr das Internet in Bezug auf Chatten und so ist, erwähne ich lieber gar nicht, sonst bekommt ihr alle noch PC-Verbot.
Für die jüngere Generation reichen diese Argumente natürlich nicht aus. Sicher haben diese Medien ein gewisses Suchtpotential, aber zum einen ist dafür nicht jeder anfällig und zum anderen hat man genau dafür Eltern, die das verhindern.
Unsere liebsten Games haben außerdem Vorteile: Unsere Reaktionszeit wird verbessert und wir können lernen, unter Zeitdruck gute Entscheidungen zu treffen. Außerdem wird unser strategisches Denken geschult. Na sowas... man könnte fast schon behaupten, die Games hätten didaktisches Potential.
Auch Internet und Fernsehen haben gewisse Vorteile. Es gibt viele Wissenssendungen, die oftmals sogar kindgerechte Erklärungen beinhalten und das Allgemeinwissen schon früh schulen. Dank Wissen macht Ah! weiß ich zum Beispiel die Herkunft einiger Sprichwörter und bei Willy will's wissen habe ich eine Menge über Kanäle gelernt. Das waren jetzt nur zwei Beispiele.
Durch Programme, die speziell für kleinere Kinder gemacht wurden, kann deren Sprachschatz trainiert werden. Oftmals sind diese Programme auch mit einer gewissen Wissensaneignung verbunden. Rucksack - Backpack. Diese Zeile wird uns allen im Gedächtnis bleiben. Außerdem kann auch das Moralempfinden der Kids trainiert werden. Ich denke da gerade an Swiper, nicht klauen! Außerdem gibt es sogar Nachrichten, die kindgerecht sind, wo viele politische Dinge und so erklärt werden, logo.
Das wahrscheinlich Beste am Internet, neben der Tatsache, immer die neuesten Meldungen auf der Startseite zu haben, ist die Möglichkeit der schnellen Informationsbeschaffung. Noch nie gab es die Möglichkeit, so viel Wissen auf "einen" Blick zu haben - zu Hause, ohne große Umstände und fast kostenlos. Schon klar, das Internet ist für uns alle Neuland... Tut mir leid. Nein, Spaß beiseite. Ich denke, dass die Frage an der Sache eher ist, wie man diese Medien nutzt. Es ist gut, Eltern und Kinder über Gefahren von Facebook, Call of Duty und DSDS aufzuklären, aber es ist keine Lösung ihnen quasi Angst davor zu machen. Sicherlich gibt es Gefahren, aber wo gibt es die nicht? Es wäre das Gleiche, allen zu erzählen, dass man nicht Flugzeug fliegen sollte, da vor kurzer Zeit wieder mal eins zu schnell nach unten gekommen ist. Es gibt immer und überall Gefahren und Risiken und die Kunst ist es, damit richtig umzugehen. Es hilft auch den Eltern nicht, ihren Kinder meinetwegen sogar Verbote aufzustellen, denn verbotene Früchte schmecken am Besten. Das ist seit Menschengedenken so und wird sich auch nicht ändern. Der Umgang mit den neuen Medien gehört in den Alltag, oder bin ich die einzige Person, die oft mal im Internet was macht? Bei guter Erziehung wissen Kinder von allein, dass man seine Adresse nicht überall angeben sollte und dass COD nicht der Realität entspricht. Sie sollten von allein so kritisch denken und wissen, dass es auch ein Reallife gibt - offline, versteht sich. Trotzdem ist es gut, mit neuen Medien in Kontakt zu sein, da man so auch eine gewisse Selbstständigkeit erlangt und nicht immer alles bei Mami und Papi nachfragen muss.

So Leute, hier seht ihr eine Übung für meine anstehende BLF im Fach Deutsch, 90 Minuten Zeit, mit vorgegebenen Materialien, deren Argumente auch in den "Leitartikel" eingebracht werden sollten.... Ich dachte, dass das echt was für den Blog ist. Diskutiert ruhig mit mir.

Kann Religion zum Weltfrieden beitragen?

Anknüpfend an meinen Beitrag vom letzten Sonntag, werde ich mich heute noch einmal mit dem Thema Frieden auseinander setzen.
Als ich diese Frage letztens im Unterricht gestellt bekam, war meine Antwort sofort "nein". Warum? Islamisten. War das jetzt böse? Ups.
Nein, aber mal ehrlich: Ich glaube, dass sehr viele Kriege sogar durch die Religion verursacht werden. Okay, die Religion kann natürlich nichts dafür, aber wie viele Glaubenskriege gibt es denn bitte auch heute noch?
Außerdem ist der Mensch wohl irgendwie so geschaffen, dass er das, was ihm fremd ist, entweder akzeptiert oder es vernichten will. Glaubt ihr nicht? Mir kommt es so vor.
Sicherlich könnte die Religion zum Weltfrieden beitragen, allein schon wegen der in fast allen Religionen ähnlichen zehn Geboten. "Du sollst deinen nächsten lieben.", "Du sollst nicht töten.", ... und so weiter und so fort. Aber sind die nicht auch alle frei interpretierbar. Man kann doch genauso sagen, dass das Gebot bezüglich des Tötens nur für Angehörige der gleichen Religion gilt und schon sind die Glaubenskriege aus der Sache raus.
Ich kenne mich allerdings auch sehr wenig mit Religionen aus. Ich weiß natürlich, was die Feiertage im Christentum sind, weil das zum Allgemeinwissen gehört, aber mehr weiß ich darüber auch nicht, da ich dieser Religion nicht angehören will. Ich habe nichts gegen Christen, keineswegs, aber ich konnte schon als Kind nichts mit der ganzen Geschichte um Jesus anfangen und das wird sich auch nicht mehr ändern.
Andere Religionen wie Judentum, Islam, sowie Hinduismus und Buddhismus können mir auch fern bleiben. Ich unterscheide Menschen nicht durch Religionen und aus diesem Grund ist es mir mehr als egal, welcher Religion ein Mensch angehört. Trotzdem gibt es nichts, was ich langweiliger finde, als mir die Lehre irgendwelcher Religionen anhören und merken zu müssen, die mich einfach nicht interessieren. Jetzt wisst ihr, was mich am Ethikunterricht so nervt.
Religionen sind eine reine Interpretationssache und aus diesem Grund wird es sowieso immer irgendwelche Probleme deshalb geben.

Was bedeutet Frieden?

Ich bekam vor zwei Wochen im Unterricht die Aufgabe, eine Definition von Frieden zu notieren. Dann sollte ich mich noch dazu äußern, ob es sich bei Frieden um einen Prozess oder um einen Zustand handelt. Einigen von euch dürfte diese Frage bzw. Aufgabe bekannt vorkommen; ich stellte sie noch am gleichen Tag von meinem Zweitaccount auf ask.fm.
Nun ja, ich habe meine Meinung natürlich schon gehabt, bevor ich auch nur eine fremde Meinung gehört hatte. Ich denke aber, dass es besser ist, sie euch nicht gleich mitzuteilen, sondern erst einmal ein paar Gedanken dazu aufzuschreiben.
#1 Was ist Frieden?
Vielleicht ist es erst einmal ganz hilfreich, das Gegenteil von Frieden zu kennen. Das ist ja relativ leicht: Das Gegenteil von Frieden ist natürlich Krieg. Also ist Frieden schon einmal dort, wo kein Krieg herrscht. Aber wo herrscht denn kein Krieg? Ist dort Frieden, wo man sich gerade keine Kugeln in den Bauch schießt? Trotz offiziellem Frieden auf dem Papier kann es Konflikte geben und auch die deuten nicht auf Frieden hin. Außerdem muss man auch bedenken, dass es quasi einen "seelischen" und einen gesellschaftlichen Frieden gibt. Folglich muss es mindestens zwei Definitionen dafür geben. Ich beschränke mich aber auf die des gesellschaftlichen Friedens, da der seelische Frieden nur einer meiner Nebengedanken war. Wer sich etwas besser auskennt, dürfte auch etwas von positivem und negativem Frieden wissen. Darauf werde ich aber jetzt nicht weiter eingehen. Wir sind immer noch nicht viel weiter. Was ist denn jetzt Frieden? Kann man Frieden überhaupt definieren? Eigentlich gibt es ja etliche Definitionen, aber trotzdem ist uns keine ausreichend.
#2 Ist Frieden ein Zustand oder ein Prozess?
Das ist nun eine Frage des Denkens. Ich kann beide Ansichten verstehen, obwohl ich nach wie vor der Meinung bin, dass Frieden eher ein Zustand als ein Prozess ist.
Frieden kann als Prozess gesehen werden, da man beispielsweise im Krieg auf ihn "hinarbeiten" muss. Ist man dann allerdings beim Frieden angelangt, handelt es sich letzten Endes auch um einen Zustand.
Viele sehen Frieden auch als einen Zustand, da eigentlich jeder klare Anhaltspunkte davon hat, was Frieden ist und in diesem Sinne auch eine Vorstellung vom Frieden an sich hat. Daraus ergibt sich bei vielen das Denken, dass Frieden kein Prozess und nur ein Zustand sein könne, da es sich beim Frieden um etwas handelt, das entweder ist oder nicht ist. Der Weg zum Frieden ist also nicht als Frieden anzusehen.

Meine Definition von Frieden war übrigens die folgende:
Frieden ist, wenn auf der Erde Ruhe herrscht und ein jeder Mensch würdevoll und ohne Angst leben kann.

Was meint ihr dazu? Wie ist eure Definition zum Begriff Frieden? Schreibt mir eure Gedanken in die Kommentare.

Was ist denn schon ein Charakter?

"[...] Ich will den anderen immer einen Schritt voraus sein. Michael Scofield.
Aber wer bin ich denn nun? Ich bin bei jedem anders. Hier bin ich nachdenklich, dort bin ich naiv und cool. Woanders bin ich arrogant. Da bin ich lustig und unterhaltsam, während ich hier ein ruheliebender, absolut introvertierter Einzelgänger bin. Ich verstelle mich aber trotz allem nicht. Ich zeige nur verschiedene Seiten meiner selbst in verschiedenen Situationen. Ist das eine Antwort? Bin ich all das - oder vielleicht nichts davon? Bin ich etwas ganz anderes? Ist der Charakter des Menschen nicht eine Illusion, genau wie sein Aussehen? Ist er nicht etwas, das wir uns in gewisser Weise selbst ausmalen? Etwas, das wir absolut objektiv sehen? Ist unser Charakter das, was andere uns zuschreiben? Ist es so, dass wir eigentlich gar keinen Charakter haben, sondern viele verschiedene? Für jeden Gesprächspartner einen? Sind wir vielleicht gar nichts, sondern bilden es uns nur ein? Sind all diese Titel, die ein Mensch während seines Lebens erlangen kann, nicht eine absolute Irrführung? Ist ein solcher Titel nicht nur ein Ausdruck dessen, was wir zu können glauben? Was drückt ein Titel überhaupt aus? Das wir etwas können? Das wir etwas so lang gemacht haben, bis wir es konnten? Was bringt uns ein Titel, der aussagt, dass wir irgendetwas können? Könnten wir das nicht auch ohne diesen Titel? Ist es nicht ganz einfach der Punkt, dass wir Menschen alles beschreiben und erklären können wollen? Sind wir nicht einfach nur im Willen, alles zu wissen, obgleich uns dieses Wissen nichts bringt? Ist es nicht so, dass sich unser ganzes Leben auf Oberflächlichkeiten aufbaut?"
Gedanken, die wie aus dem Nichts kamen und mich zum Stift greifen ließen. Ich habe eigentlich ganz anders angefangen und deshalb den Beginn des Textes weggekürzt. Er war mir, zum einen, zu persönlich und zum anderen auch zu unpassend.

Machen wir uns selbst traurig?

Letztens wurde mir die Frage gestellt, ob die Menschen von heute glücklicher sind, als die Menschen "damals". Damals bezieht sich hier auf die Zeit, in der es noch keinen so großen technischen Fortschritt gab, also wo Telekommunikation und alles dergleichen noch nicht zu erträumen waren. Die Frage war aber so gestellt, als ob dies tatsächlich der Fall war, weshalb ich etwas verdutzt war. Natürlich werde ich meine Gedanken diesbezüglich mit euch teilen.
Gehen wir doch einmal ganz weit zurück in der Zeit. Neandertaler? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die überhaupt irgendwie Gefühle wie "glücklich" und "traurig" kannten. Ich kann mir eher vorstellen, dass die einzigen Gefühle, die sie kannten, "hungrig" und "satt" waren. Ich denke, dass sie glücklich waren, wenn ihre natürlichen Bedürfnisse erfüllt waren. Das ist heute eigentlich auch noch so, aber wir haben ganz andere Bedürfnisse. Manch einer will diese geniale neue CD von seinem liebsten Rapper, die andere will diese geniale neue Tasche ihres liebsten Designers und ich will, dass mich endlich mal jemand versteht. Wir sehen, unsere Bedürfnisse sind anders. Sie beruhen auf anderen Faktoren, als die der damaligen Menschen. Dinge wie Nahrung und Kleidung sind für uns so selbstverständlich, dass wir sie kaum als Bedürfnisse ansehen. Sie sind einfach nicht mehr wegzudenken, weil es davon zumindest hier in Deutschland alles im Überfluss gibt. Durch den technischen bzw. auch den industriellen Fortschritt, gibt es viel mehr Dinge, die wir begehren. Wer hätte nicht gerne so einen Porsche in seiner Garage stehen, eine fette Villa und dann noch ne große Zahl auf dem Konto stehen? Das sind alles Dinge, die damals noch nicht einmal in den Sternen standen. Durch die Medien werden diese ganzen neuen "Werte" dann verbreitet und wir fixieren uns darauf, dass wir diese Dinge zum Leben brauchen, obwohl das eigentlich gar nicht so ist. Heute ist es kaum noch möglich, "wunschlos glücklich" zu sein, da wir immer irgendetwas finden, das wir nicht haben. Durch die vielen Waren, die es zu erwerben gibt, haben wir einfach viel zu hohe Ansprüche.
So ergibt sich daraus meine Meinung, das wir keineswegs glücklicher sind, als auch nur irgendein Mensch in der Vergangenheit. Stop! Das kann man nicht so sagen. Es gab Kriege und andere schlimme Sachen, die natürlich auch viele Menschen traurig und unglücklich gemacht haben. Diese Menschen waren dann wohl auch nicht glücklich, aber eigentlich, zumindest nach meiner Definition, waren sie "glücklich", wenn ihre Bedürfnisse erfüllt waren. Was waren deren Bedürfnisse? Kein Hunger und Durst, körperliche Unversehrtheit? Das lässt natürlich viel Raum zum Diskutieren offen und durch solche Beispiele lässt es sich dann auch an meiner "Definition" zweifeln. Ich bleibe allerdings bei dieser Definition, da mir keine andere einfällt und ich auch nicht googeln will.
Ich bin der Meinung, dass wir uns selbst traurig machen, ohne es so wirklich wahrzunehmen. 

Noch einmal zu Sinn und Zweck

Um ehrlich zu sein, hätte ich nicht gedacht, dass dieser einfache Blog hier, den sowieso fast keiner liest, so viel bringen würde.
Ich habe durch alles, was ich hier so schreibe, ein Stück von mir selbst gefunden. Ich habe Seiten von mir kennengelernt, die ich vorher nicht kannte. Das ist ein tolles Gefühl. Außerdem habe ich weitere Stärken und Interessen meiner Selbst entdeckt. Dass ich recht gut mit Worten umgehen kann, wusste ich bereits, aber von anderen Leuten gesagt zu bekommen, dass meine Texte ihnen Kraft geben, ist noch einmal etwas anderes. Das ist es, was mich diesem Blog treu bleiben lässt. Es gibt wenige Leute, die das, was ich zu sagen habe, lesen wollen. Es gibt mir auch viel mehr Selbstvertrauen. Bisher fühlte ich mich mit meinen Gedanken unwichtig, bis ich angefangen habe, sie hier nieder zu schreiben. Ich sehe jeden Tag, wie ein paar Seitenaufrufe dazukommen und das reicht mir schon. Es muss nicht viel sein, Hauptsache, da ist irgendwo jemand, der meine Gedanken liest. Es ist wirklich ein wundervolles Gefühl, zu wissen, dass es irgendwo da draußen Menschen gibt, die das, was ich hier tue, mögen. Außerdem habe ich durch diesen Blog auch ein enormes Wissen gewonnen, da ich, bevor ich beispielsweise einen Artikel über Pegida schreibe, erst einmal eine Menge lesen muss.
Da ich hier aber immer nur an der Menschheit, der Gesellschaft und der Politik herumnörgele, habe ich mir nun etwas überlegt. Hin und wieder schreibe ich ja auch sehr gern Gedichte oder Kurzgeschichten, hin und wieder arbeite ich sogar an meinem Buch. Ich werde diesen Blog hier natürlich nicht mit meinen blumigen Storys versauen, aber ich habe einen weiteren Blog angefangen, der sich sicher über ein paar Leser freuen würde. Es ist der Blog, in dem der Secret Storyteller endlich einmal seinem Namen treu wird. Vielleicht gibt es ja jemanden, der meine Geschichten interessant findet. Bisher kann ich aus meinem schon vorhandenen Vorrat posten, aber ich habe natürlich nicht immer eine Idee für eine Geschichte im Kopf, weswegen ich dort nicht so konsequent wie hier posten werde. Ich denke, dass ich auch dort, wie hier schon, sonntags meine Texte veröffentlichen werde, weil ich mich inzwischen daran gewöhnt habe. Trotzdem weiß ich nicht, ob ich es jede Woche schaffe. Das werdet ihr ja sehen.
So viel erst einmal von mir. Ihr werdet nächste Woche wieder von mir hören.
Schaut euch meinen Zweitblog an: http://secretstorytellerslies.blogspot.de/

Meine Meinung zum Schneiden (Volksmund: Ritzen)

Zu aller Erst sei gesagt, dass man diesen Text bis zum Ende lesen sollte, um meine Meinung zu verstehen. Obwohl, es ist mir eigentlich egal; verurteilt werde ich sowieso.

Ritzen, schneiden, cutting, was auch immer. Es ist ein fürchterlicher Trend, der sich nun schon seit mehreren Jahren durchsetzt. Es mag falsch sein, das als Trend zu bezeichnen, aber ich weiß keinen besseren Begriff dafür und habe mich auch bewusst für diesen Begriff entschieden. Meine Gründe dafür werden nach dem Lesen dieses Posts eindeutig sein.
Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen mittlerweile irgendwelche Narben an ihrem Körper tragen, die sie sich selbst zugefügt haben. Mich interessiert es nicht, ob sich eine Person schneidet, oder nicht, weil es nichts an dem Charakter der Person ändert. Entweder mag ich jemanden oder nicht, da interessiert es mich einen Scheiß, ob die Person Narben am Körper hat oder nicht.
Ich selbst kenne einige Personen, die sich schneiden oder geschnitten haben, obwohl es ihnen eigentlich so gut ging. Ich kannte mal eine Person, die wirklich alles hatte, was das Herz begehrt (außer vielleicht eine glückliche Beziehung) und sich trotzdem regelmäßig geschnitten hat. Ich wurde regelmäßig vollgeheult, wie schlimm das Leben dieser Person war und irgendwann wurde mir einfach nur noch schlecht, wenn ich mir das anhören musste. Da ich selbst sehr lange an einem schlimmen psychischen Tief litt - Ich weiß bis heute nicht, ob es sich dabei um eine Depression handelte, da ich mir nie eine Diagnose eingeholt habe. Es ist jedoch nicht auszuschließen. - wusste ich, wie sich eine Person verhält, der es schlecht geht und die Hilfe nötig hat. Es war der Horror mir diese Erzählungen von einem "ach so schlimmen Leben" anhören zu müssen. Stellt euch mal bitte vor, dass diese Person während ihren ständigen Erzählungen, die sie auch nie wirklich beendete, einen ablachen konnte. Der Witz an der Sache war, dass diese Person das bei allen ihrer Bekannten tat. Nun ja, genug davon. Seit dem weiß ich, dass es wirklich Menschen gibt, die sich irgendwelche physischen Schäden zufügen, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Außerdem ist es mir seit dem peinlich, dass ich mich geschnitten habe, da es sicherlich Menschen geben wird, die mich vor lauter Oberflächlichkeit auch als eine Person einstufen würden, die das nur gemacht hat, um Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Was ich so schlimm finde, ist, dass man mittlerweile auch nicht mehr erkennt, ob jemand wirklich Hilfe benötigt oder einfach nur der typische Tumblr-Teenager ist, der das halt macht, weil irgendetwas schief gelaufen ist.
In meiner Meinung ist es eine Beleidigung aller Menschen, die wirklich ersthafte Probleme haben, ein Bild von seinem zerschnittenen Arm ins Internet zu stellen, da eine Person, die wirklich depressiv ist und das aus Verzweiflung tut, niemals Bilder davon ins Netz stellen würde. Nein, so jemand leidet still und heimlich vor sich hin und versucht jeden Tag auf's Neue, sich nichts anmerken zu lassen.
Lasst uns etwas spinnen... Was wäre, wenn dieses Thema nie durch die Medien gegangen wäre, also niemand jemals etwas davon gehört hätte; wie viele Menschen würden das dann tun? Ich schwöre euch, dass es mindestens fünfundsiebzig Prozent weniger wären, als jetzt. Wieso? Ganz einfach: Heute ist das mehr oder weniger etwas Normales. Viele machen das, ohne überhaupt zu wissen, warum. Sie haben es irgendwo gesehen, dachten 'krasse Sache, muss ich mal probieren' und haben das dann einfach gemacht, zumindest stell ich mir das so vor, da es nicht sein kann, dass jeder zehnte sich tagtäglich die Arme oder was auch immer aufschneidet und es am darauffolgenden Tag in der Schule jeder sieht, obwohl nur zwei Prozent der gesamten deutschen Bevölkerung tatsächlich am Borderline-Syndrom leiden.
Abgesehen davon, dass sich, wie gesagt, eine Menge Leute schneiden, obwohl sie keinen wirklichen Grund dafür haben, möchte ich eine rein logische Meinung dazu abgeben: Ich kann verstehen, dass es Menschen gibt, die den Schmerz brauchen, um zu spüren, dass sie noch am Leben sind, aber eigentlich ist das Schneiden absolut sinnlos. Es mag ein gutes Gefühl auslösen; von Beruhigung, über Erleichterung bis hin zur Lebendigkeit, aber es löst keine Probleme. Es bringt hässliche Narben mit sich, die auch nach Jahren noch für dämliche Blicke und dumme Witze sorgen werden. Darüber sollte man sich definitiv vorher bewusst sein.
Ich kann mir vorstellen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die Druck abbauen, indem sie sich selbst Schmerzen zufügen, da ich selbst so ein Mensch bin. Ich bin bereits im Kindergarten aufgefallen, weil ich regelmäßig irgendwelche Blutergüsse hatte, weil ich mal wieder wie wild auf mich selbst eingeschlagen habe. Das zog sich über Jahre hin, bis ich irgendwann angefangen habe, mit Nadeln meine Haut aufzustechen. Es ist kein großes Geheimnis, dass ich mich auch regelmäßig geschnitten habe, allerdings waren das nur ein paar Monate, da ich mir davon nichts abgewinnen konnte; allerdings muss ich auch zugeben, dass ich es auch nur aus den Medien kannte und nicht allein auf diese Idee gekommen bin. Ich habe im Schneiden nur eine Alternative zu den Schmerzen, die ich mir sonst zugefügt habe, gesucht. Ich habe mich in der Schule geschämt, wenn alle beim Schulsport meine Narben angestarrt haben, weil ich gezwungen wurde, zur Leistungsüberprüfung meine Jacke auszuziehen und ich nichts um den Arm haben durfte. So habe ich bereits nach einem halben Jahr wieder damit aufgehört. Noch heute werden hier und da mal ein paar Witze über meine Narben gemacht. Ich schäme mich zwar nicht dafür, da ich weiß, aus welchen Gründen ich das getan habe, aber es ist trotzdem kein schönes Gefühl, sofort als Emo eingestuft zu werden.
Da ich mich mit dem selbstverletzenden Verhalten bestens auskenne, ist meine Meinung zum "Ritzen" dementsprechend wirklich scheiße, aber dafür habe ich eine ganz einfache Begründung: Das, wovon ihr alle redet, ist ein Trend, aber das konnte man ja schon lesen und ich habe tief in mir einen Hass auf jede(n), der diesem Trend nachgeht, ohne Gründe dafür zu haben.
Natürlich gibt es wirklich Menschen, die an autoaggressivem oder selbstverletzendem Verhalten leiden und sich mutwillig physische Schmerzen zufügen, aber dies äußert sich seltenst im sogenannten Ritzen. Diese Menschen tun mir absolut leid, zum einen, weil man eben mittlerweile oft in eine Schublade mit diesen "Ritzern" gesteckt wird und zum anderen, weil ich weiß, wie fürchterlich es ist, mit dieser Störung zurecht zu kommen. Vielleicht sollte man zwischen "Ritzen" als Trend und dem selbstverletzenden Verhalten als psychische Störung noch einmal einen großen Unterschied machen.

Vor langer Zeit bin ich bei YouTube auf ein tolles Video zu diesem Thema gestoßen, wer Interesse hat, kann es sich ja anschauen.



Update: Ich habe heute eine tolle Meinung zu diesem Thema gelesen, die ebenfalls aussagt, dass hilfebedürftige Menschen nicht mehr erkannt werden können.




Das Gefühl vom Dazugehören.

Früher oder später lernt man, dass es Dinge im Leben gibt, die man schlicht und ergreifend nicht haben kann. Diese unerreichbaren Dinge sind aber in den seltensten Fällen materiell. Was ich gerade meine, ist die emotionale Zuneigung anderer oder eher bestimmter Menschen. Irgendwann kommt der Tag, an dem man realisiert, dass es im sozialen Umfeld Gruppen gibt, denen man nie angehören kann; egal, wie sehr man es sich wünscht und wie viel man dafür tut. Man fängt an, das so hinzunehmen, wie es eben ist, weil einem nichts anderes übrig bleibt und fühlt sich minderwertig.
Ich hatte auch mal den Wunsch, einer "Clique" anzugehören und habe immer wieder versucht, dies auch zu erreichen. Dabei habe ich so ziemlich alles geschafft, außer gemocht zu werden. Ich glaube, ich wurde nicht einmal akzeptiert. Ich wurde belächelt, wenn ich sprach. Hin und wieder verdrehte auch mal einer oder eine die Augen. Ich wollte dabei so gern zu dieser Gruppe dazugehören, aber anscheinend war ich mit diesem Wunsch allein. Ich habe nicht verstanden, warum die anderen mich nie akzeptierten oder gar mochten. Ich konnte reden wie sie, mich kleiden wie sie und mich sogar für die gleichen Dinge "interessieren", wie sie, aber das alles half mir nicht. Ich wurde einfach nicht akzeptiert, beziehungsweise in die Gruppe "aufgenommen". Es war einfach nicht möglich, ein Mitglied dieser Gruppe zu sein. Das war wirklich überhaupt nicht verständlich für mich und ich fühlte mich, wie bereits erwähnt, minderwertig, weil es eben so die "Coolen" waren, die sich mit allen gut verstanden und so. Und ich war eben nicht cool genug, um dazu zu gehören. Mir blieb nichts anderes übrig, als es zu akzeptieren, aber warum ich dort nicht akzeptiert wurde, habe ich bis heute nicht verstanden. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich vielleicht zu 'intelligent' war. Das heißt nicht, dass ich mich für besonders schlau halte, aber ich hatte schon recht früh Interesse am echten Leben und hatte deshalb eine bessere Allgemeinbildung, als andere in meinem Alter. Das kommt natürlich nicht überall gut an.
Bei der nächsten Gruppe wollte ich beispielsweise nie dazugehören, tat es aber schon nach kurzer Zeit. Ich fühlte mich dabei aber gar nicht wohl. Irgendwann kam mir dann in den Sinn, dass es vielleicht wirklich keine Gruppe in meinem sozialen Umfeld gibt, die meine Interessen, oder wenigstens ein paar davon, teilt. Ich war immer irgendwie ein Außenseiter, weil ich aus anderen Familienverhältnissen kam und auch in anderen Beziehung oftmals nicht mitreden konnte. Ich begriff, dass ich mir selbst ein Freund sein musste und als ich das tat, fiel mir auf, dass es mir auch nichts brachte, irgendjemandem hinterher zu rennen. Ich nahm es so hin, wie es eben war und versuchte auch nicht mehr, krampfhaft irgendeiner Gruppe anzugehören. Der einzige Grund, warum ich das überhaupt mal wollte, war, dass ich eben oft allein war, was natürlich gerade in der Schule echt unpraktisch sein kann. Ich realisierte, dass ich der bessere Einzelgänger bin und es machte mir auch nichts mehr aus, dass es Menschen gab, denen ich nicht "normal" genug war. 
Das Letzte, was ich jetzt tun würde, ist, mich anpassen. Das ist der Grund, warum ich auch oftmals als arrogant abgestempelt werde. Wenn ich eines nicht bin, dass ist es das, aber ich lasse die anderen reden. Deren Meinungen interessieren mich nicht mehr. Ich bin eine Gruppe für mich und in diese Gruppe wird nie jemand außer mir gehören können.

Positive Energie nötig. Schule ist scheiße.

Ich habe mich ja schon einmal dazu geäußert, wie wichtig Ferien für mich sind. Gäbe es keine Ferien in der Schule, würde ich es nicht aushalten.
Egal, wie lustig es in meiner Klasse sein kann, grundsätzlich ist es einfach nur ermüdend. An der einen Ecke wird man runtergemacht und dumm angemacht, wann immer es geht, bei der nächsten Gruppe kommt man sich vor wie der totale Außenseiter und fühlt sich einfach nicht verstanden und bei der nächsten Gruppe wird man zugetextet... über Dinge, die keinen interessieren. Hin und wieder habe ich zwar mal die Möglichkeit, mit jemandem ein tolles Gespräch zu führen, aber das ist viel zu selten. Meistens kann ich meine Gedanken nicht wirklich äußern, weil ich weiß, dass ich gar nicht oder missverstanden werde. Aus diesem Grund halte ich mich aus dem Geschehen raus. Der einzige Grund, warum ich nicht in Ruhe gelassen werde, ist, dass ich den Klassensprecherposten besetze und aus diesem Grund immer von allen hin und hergejagt werde. Ich habe noch nie ein Danke oder irgendetwas dergleichen dafür bekommen und werde behandelt, als wäre es selbstverständlich, dass ich mir den Arsch abrackere. Ich lasse mir oftmals irgendetwas für die Klasse einfallen und organisiere. Letzten Endes wird es aber immer nur schlecht gemacht. Wenn ich könnte, würde ich diesen Posten sofort hinschmeißen, aber das geht nicht. Prinzipiell habe ich die Wahl. Ich kann alles hinschmeißen, um allen zu zeigen, dass ich mir nicht alles gefallen lasse, und mich damit befreien. Andererseits würde das aber auch heißen, dass ich kein Durchhaltevermögen habe. Ich kann aber durchhalten und von daher bleibt mir nur die Möglichkeit, durchzuhalten und allen zu zeigen, wie stark ich bin.
Letztens ist mir aufgefallen, wie viel Energie das kostet. Eigentlich finde ich es gar nicht so schlimm, in die Schule zu gehen, weil man ja doch einige Dinge lernt, die sich irgendwann als hilfreiches Wissen herausstellen. Was ich an der Schule so schlimm finde, ist tatsächlich nur meine Klasse. Da quasi keiner weiß, wer ich bin, mache ich mir auch nichts daraus, das hier zu schreiben. Sicherlich gibt es Leute in meiner Klasse, mit denen ich mich blendend verstehe, aber es gibt eben auch das Gegenteil. Obwohl, so kann man das gar nicht sagen. Ich komme mit allen recht gut klar und kann im Prinzip mit allen gut reden, nur halt meistens nicht über das, was mich interessiert. Was ich eigentlich damit sagen will, ist, dass einige aus meiner Klasse teilweise echt bescheuert sind. Das Verhalten entspricht einfach nicht dem, was ich mir eigentlich von fünfzehn- bis sechzehnjährigen vorstelle, es entspricht eher dem Verhalten von zehnjährigen, zumindest bei einigen. Ich finde es einfach so anstrengend, mir das Gemache jeden Tag aufs Neue anschauen zu müssen, weil es wirklich immer das Gleiche ist. 

Ferien?

Welcher Schüler kennt das nicht? Die Schule nervt einfach nur; man muss jeden Tag früh raus, hockt dort ewig rum und das nur, um Dinge zu lernen, die im späteren Leben nur von geringer Wichtigkeit sind.
Jeder fiebert auf die Ferien hin... um dann doch wieder zur Schule zu wollen, weil es langweilig zu Hause ist und man dort alle seine Freunde hat?
Das bekomme ich bei sehr vielen mit. Gerade jetzt gegen Ende der Sommerferien hört man von einigen, dass sie schon gar nicht mehr wissen, was sie machen sollen und sich einfach nur auf die Schule freuen.
Sicherlich gibt es auch das genaue Gegenteil davon... Mir ging es im letzten Jahr genauso. Ich habe mich nach bereits vier Wochen nur noch gelangweilt, weil ich immer nur das Gleiche gemacht habe. Ich habe mich mit Freunden getroffen oder zu Hause am PC oder Fernseher gehangen. Das war mir nach den paar Wochen einfach zu monoton und ich wollte wieder in die Schule, weil ich dort nie gelangweilt war und in der Pause bei meinen "Freunden" war.
Dieses Jahr geht es mir zum Beispiel überhaupt nicht so. Nächste Woche fängt die Schule wieder an und ich habe absolut gar keine Lust darauf. Das liegt einzig und allein an der Einstellung, die man dem Unterricht und seinen Klassenkameraden gegenüber an den Tag legt. Ich habe mich eigentlich immer relativ gut mit allen verstanden, hatte aber nie das Gefühl, so wirklich dazu zu gehören. Um das zu verändern, habe ich mich einfach an die anderen angepasst und schon wollte man in der Pause mit mir rumhängen. Mittlerweile geht mir das auch nur noch auf die Nerven. Ich bin nicht so, wie ich eigentlich bin, rede nicht über die Dinge, die mich interessieren und werde als gestört bezeichnet, wenn ich dann mal etwas lustig finde und als einziger lache, weil es eben keiner, außer mir, versteht.
Seit dem nutze ich die Ferien völlig anders. Ich bin froh, wenn ich die ganzen Leute aus meiner Schule nicht sehen muss und genieße es jeden Tag aufs Neue, dass ich im Prinzip machen kann, was mir gefällt. Ich mache keine anderen Dinge, als ich im letzten Sommer gemacht habe; das einzige, was ich verändert habe, ist meine Einstellung dazu. Ich genieße alles, damit ich mich nach den Ferien direkt auf die nächsten Ferien freuen kann, wo ich wieder alles genießen kann. Ich tanke in den Ferien meist positive Energie, um den grässlichen Schulalltag zu überleben. Glaubt mir, wenn ihr in meiner Klasse wärt, würdet ihr mich verstehen. Dort ist irgendwie nichts so, wie es sein sollte. Auch, wenn das meistens ziemlich witzig dort ist, es kostet verdammt viel Energie.
Und genau diese Einstellung lässt mich in den Ferien noch entspannter sein, als so schon.

Wozu? | What for?

Dieser Blog soll kein Mainstreamshit werden, der möglichst viele Likes hat. Ich hoffe, dass es ein paar Menschen gibt, die das, was ich schreibe und ausdrücken will, verstehen und meinen Blog wirklich mögen. Wer meinen Blog nicht mag, muss ihn sich nicht durchlesen.
Zu dem, was ich posten werde, kann ich noch nicht viel sagen. Es werden Dinge sein, die mich interessieren.

This blog shouldn't be such a mainstream shit with the most likes. I hope that there are some people that might really understand and like what I write and want to tell you. Who doesn't like my blog should just stay away. I can't tell you what I'm going to post here. It will be things that I'm interested in.

Blogverzeichnis - Bloggerei.de